Intern

Für die Welt in Berlin ist es «der grösste Aufreger der bisherigen WM». Die Doppeladleraffäre rund um Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri sorgt weltweit für Schlagzeilen. Während alle im Doppeladler ein politisches Symbol sehen, will die offizielle Schweiz darin nichts dergleichen erkennen. Der Aussen- und der Verteidigungsminister nehmen die Spieler sogar in Schutz und dribbeln sich ins Abseits. Auch der Schweizerische Fussballverband möchte die Sache am liebsten wegdrücken. Dabei zeigen die Reaktionen aus Albanien, aus dem Kosovo und aus Serbien, dass die Botschaft dort sehr wohl verstanden wurde – als politisches Statement. Die Glaubwürdigkeit der Schweizer Neutralität ist angekratzt. Unbequeme Fragen um Migration, Integration und Loyalität drängen auf die rasengrüne Agenda. mehr

 

Die meisten Menschen zeugen ihre Kinder in trauter Zweisamkeit und kennen die Probleme der Paare, bei denen es auf natürliche Weise nicht klappt, häufig nur aus Medienberichten. Jedes Jahr lassen sich in der Schweiz Tausende von Frauen und Männer in einem der vielen Kinderwunschzentren behandeln; auch wenn es lange nicht bei allen mit dem Kindersegen klappt, wird doch ein Teil von ihnen auf diesem Weg glücklich. Allerdings nur, sofern das Paar aus einem Mann und einer Frau besteht, die beiden in einer stabilen Partnerschaft leben und nicht zu alt sind. Personen, die nicht diesen Voraussetzungen entsprechen, haben in der Schweiz keinen Zugang zur Fortpflanzungsmedizin und müssen sich an Fruchtbarkeitskliniken im Ausland wenden, wo die Hürden oft tiefer sind. So können sich in Dänemark männerlose Frauen künstlich befruchten lassen, in den USA ist es schwulen Paaren ein Leichtes, dank Eizellenspenderin und Leihmutter zu Vätern zu werden. Welchen Weg soll die Schweiz gehen? mehr

 

Jeder kennt seine Arbeit, kaum jemand seinen Namen: Peter Schmidt zählt zu den berühmtesten Produktgestaltern unserer Zeit. Als ihn Sven Michaelsen zum Gespräch traf, lernte er die Schattenseiten von Schönheitssucht und Ordnungsverlangen kennen. Ästheten seien strukturell unglückliche Charaktere, sagte Schmidt, da Ordnung in der Sekunde zerfalle, in der sie entstünde. «Indem ich mir eine Ordnung ausdenke, setze ich Gegenstände in eine Beziehung zueinander. Glückt die Anordnung, beginnen die Gegenstände miteinander zu kommunizieren. Das lässt mich glückliche Momente erleben. Die Kehrseite ist, dass ich verstimmt bin, wenn jemand meine Gedanken nicht erkennt. Vollkommene Ästhetik funktioniert nur, wenn man mit sich allein ist. Insofern liegen Perfektionismus und Schwermut dicht beieinander.» mehr

 

Drei Bundesräte und 30 000 Menschen hingen Franziskus an den Lippen, als er letzte Woche zur ersten Papstvisite in der Schweiz seit vierzehn Jahren antrat. Nirgendwo begegnet man dem Heiligen Vater so befreit wie über den Wolken. Für die Weltwoche stieg Urs Gehriger mit dem Pontifex in den Himmel. Über Elba tauchte Franziskus, ganz Mensch, in der Bordkabine auf. Gehriger wurde Zeuge des vatikanischen Marschbefehls, lüftete das Geheimnis der päpstlichen Stewardessen und machte Bekanntschaft mit der First Lady des Heiligen Vaters. «Der Tag war ein bisschen heftig», so Franziskus nach einem langen Tag kurz vor der Landung zu Hause in Rom. «Aber ich bin zufrieden.» mehr

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