Intern

Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht ­irgendein Blatt oder ein TV-Kanal über angebliche Missetaten des Zuger Rohstoffriesen Glencore berichtet: Steuertricks, Umweltvergiftung, Korruption und Ausbeutung in der Dritten Welt. Die Skandalmeldungen, die sich bei genauem Hinschauen oft als Teil von NGO-Kampagnen erweisen, haben vor allem eines gemein: Sie sind für das Schweizer Pu­blikum nicht überprüfbar. «Wo Rauch ist», werden sich viele sagen, «da ist auch Feuer.» Welt­woche-Redaktor Alex Baur wollte es genauer wissen. Auf eigene Faust reiste er nach Sambia, zu den Mopani-Kupfer­minen, die seit Jahren in der Kritik stehen. Eröffnet hatte den Reigen vor vier Jahren das Schweizer Fernsehen mit einem Bericht über angeblich tödliche Schadstoffemissionen. Was unser Kollege vor Ort sah und hörte, stand in einem krassen Widerspruch zu fast allem, was hierzulande über Mopani verbreitet worden war wurde. Glencore, so sein ­Fazit, hat mehr zu einer positiven Entwicklung in Afrika beigetragen als alle Hilfswerke zusammen – nicht obwohl, sondern gerade weil das soziale Engagement der Firma durchaus eigennützig ist. Eigentlich, meint Baur, hätte der CEO von Glencore, der gebürtige Südafrikaner Ivan Glasenberg, ein Monument neben Nelson Mandela verdient. mehr

 

Zum ersten Mal in Arles war Jürg Altwegg noch vor der Matur mit einem Schulkollegen, sie übernachteten im Zelt. Als Kulturkorrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung unterhielt er viele Kontakte zu Persönlich­keiten in Arles. Der Schriftsteller Michel Tournier bot ihm seine Ferienwohnung an. Anlässlich eines Porträts schwärmte der Modemacher Christian Lacroix von seiner Heimatstadt. Nun ist Altwegg ­wieder nach Arles gereist: Er berichtet über die erstaunliche Präsenz von Schweizern in der einstigen Provinzhauptstadt des Römischen Reiches. mehr

 

Seit März stellt unsere in Berlin lebende Kollegin Dagmar Just wöchentlich eine ausser­ordentliche Frau aus der Weltgeschichte vor. Sie begann mit der Figur der Helena aus der griechischen Mythologie, porträtierte Pop-Ikone Madonna ebenso wie die Jungfrau von Orleans, Modekönigin Coco Chanel wie auch Hitlers liebste Filmemacherin, Leni Riefenstahl. Jedes Mal schaffte sie es, auch wenig bekannte Seiten derselben auszuleuchten. Diese Woche geht die zwölfteilige Serie ful­minant zu Ende. In ihrer letzten Folge stellt Just die US-­Intellektuelle Susan Sontag der Schauspie­lerin Birigitte Bardot gegenüber: «Die eine provozierte mit ihren Kurven, die andere mit ihrem Geist.» mehr

 

In eigener Sache: Am Freitag, 8. Juni, um 18.15 Uhr hält Weltwoche-Verleger Roger Köppel im Hörsaal 1 der Uni Luzern auf Einladung unseres Kolumnisten Peter Ruch ein Referat zum Thema «Wahrheit in den Medien». Wieweit ist Wahrheit realisierbar angesichts der Tat­sache, dass sich bei jeder Berichterstattung Über­zeugungen, Erzählungen und Informa­tionen vermischen? Die Teilnahme mit Apéro riche kostet 30 Franken. Anmeldungen bis 4. Juni an ­info@gekiwo.ch.

 

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