Verpasste Debatte

Die Vollgeld-Initiative wird von den politischen Gegnern pauschal als exotischer Irrläufer abgetan. Aus einer ernsthaften Debatte liesse sich aber einiges lernen.

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Kommentare

Reto Lamprecht

08.05.2018|09:33 Uhr

Könnte man das Anliegen der Vollgeldinitiative nicht viel einfacher und mit weniger Nebenwirkungen lösen?Wir wollen alle, dass die Beträge auf unseren Bankkonten durch echtes Geld abgesichert sind. Wichtig wird das aber nur im Ausnahmefall eines Bank-Runs oder wenn die Bank aus anderen Gründen alle Konten auszahlen muss. Würde es nicht ausreichen, wenn die Nationalbank erst in diesem Notfall genau die nötige Geldmenge neu schöpft?Allein diese Garantie würde Bank-Runs schon verhindern. Es würde niemandem ein Schaden entstehen und die Banken würden nicht davon profitieren.

Hans Baiker

06.05.2018|18:24 Uhr

Der letzte Abschnitt sagt es. Die CH befindet sich im Fahrwasser der EU. Die Gegener benehmen sich schon wie Untertanen.Während Draghi offen sagt, dass die Geldpolitik ein Experimentsei, von dem niemand weiss wie es enden wird, ist für unser Bundesbern alles in schönster Ordnung. Staatsverschuldung, Negativzinsen, Immobilienblase, Globalisierung sind Ursache und Wirkungen. Wie kann heute noch ein Uebergang zu Vollgeld stattfinden? Darüber schweigen die Initianten. Würde die SNB bei Annahme Helikoptergeld schaffen, wie Gegner behaupten, finde keine Antwort.

Michael Wäckerlin

06.05.2018|15:18 Uhr

Der überwiegende Teil der Transaktionsmittel besteht aus Bankkredit, auf der Grundlage der Multiplikation von Einlagen (Fraktionalreserve) oder endogener Kreditschöpfung. Dieser Bankkredit ist durch legales Privileg dem gesetzlichen Zahlungsmittel in der Praxis gleichgestellt. Das bedingt, dass der Löwenanteil aller Zinsforderungen und der Zinskosten in Güterpreisen als Steuer an private Banken und deren finale Eigentümer bezahlt wird. Und für welche Gegenleistung? Für die Nutzung einer buchhalterischen Phantasie. Kein Wunder gibt es Widerstände gegen die Diskussion des Geldsystems.

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