Mehr selber zahlen

Wer an die Erhöhung der Krankenkassen-Franchisen denkt, wird als unsozial kritisiert. Dabei hätten die Versicherten viel davon.

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Alex Baur, Redaktor

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Kommentare

Michael Wäckerlin

24.04.2018|13:38 Uhr

Man muss es immer wieder sagen: Die tapferen Eidgenossen wollten ein Zwangssystem, unter welchem Versicherungskonzerne, die Ärztegesellschaft, Kliniken, die Therapieindustrie, die Pharmalobby und eine stalinistische Bürokratie den Patienten und Prämienzahler komplett entmündigen. Vorhersehbar eskalieren die Kosten. Jetzt werden die KVG-Opfer neben den horrenden Prämien auch noch den Löwenanteil ihrer Rechnungen selbst bezahlen müssen. Voila, Wünsche gehen in Erfüllung.

Rainer Selk

20.04.2018|08:02 Uhr

Die Flucht in höhere Franchisen zeigt völlige Hilflosigkeit, ebenso die Konzentration auf wenige Hochpreismedizintempel. Mittels Digitalisierung ist Dezentralisierung einfach erreichbar. Noch immer wird das 'Heil' in Prachtbauten + GIGA Zentren gesucht, die unbezahlbar werden (s. Zürich). Die 'Heilung' dient wesentlich diesen Geldmaschinen, aber kaum den Menschen, die die staatliche Fehlentwicklung bezahlen müssen. Das sind bereits Ausbeutungsmaschinen für eine linke 'Giergesundheitskultur' durch Staat + Ärzteschaft. Wann kommt die effiziente neue, auch regionalisierte 'Einsicht'?

Hans Baiker

19.04.2018|20:53 Uhr

Kenne in meinem kleinen Bekanntenkreis keine Scheinkranken. Mit der höheren Franchise bekommt man also die Kostensteigerungen im Gesundheitswesen in den Griff. Solange man jemanden findet, dem man die Kosten anhängen kann. Mit dem gleichen Prinzipkönnte die Staatsquote und Staatsverschuldung gesenkt werden, die Negativzinsen wieder ins Positive gedreht, dieSteuern gesenkt werden. Davon hätten noch mehr etwas.Wie einfach könnte die Welt sein, wenn die Linken ihr Anspruchsniveau senken könnten.

Rainer Selk

19.04.2018|10:13 Uhr

Bitte mal andersherum denken. Nur noch eine Spitalversicherung abschliessen. Den Rest bezahlt der Staat und zwar alle Ärzte nach Einheitstarif. Wenn an den Selbstbehalten geschraubt wird, läuft es von selber darauf hinaus. Vor allem sollte dabei auch eine aktive Patientenanalyse betrieben werden und jene, die permanent die Notfallaufnahmen etc. zumüllen, sollten verpflichtet werden, zunächst andere Lösungen zu suchen (...). Von den seit Jahren gleich gebliedenen St.-Abzügen wollen wir schon gar nicht mehr reden!

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