Intern

Gewalt gegen Juden. In Europa häufen sich die Fälle. In Paris wird eine wehrlose jüdische Grossmutter in ihrer Wohnung erstochen. In Schweden werden Synagogen angegriffen. In Deutschland ist «Jude» wieder ein Schimpfwort. Mit dem Verblassen der Erinnerung an den Holocaust flammt der Hass auf Juden neu auf, so das Fazit jüdischer Organisationen. Rund 20 000 Juden haben seit 2015 Westeuropa in Richtung Israel verlassen – die grösste Zahl seit siebzig Jahren. Zwei Gruppen gelten als Treiber des Antisemitismus: Jungen aus muslimischen Zuwandererfamilien und Kreise der sozialistischen Linke. Löbliche Ausnahme ist die Schweiz. Professor Jacques Picard, früherer Leiter des Instituts für Jüdische Studien an der Universität Basel, erklärt die Gründe für den Schweizer Sonderfall. mehr

 

Die Komiker in der Schweiz erleben einen Ansturm wie selten. Die Vorstellungen des Cabaret-Duos Divertimento sind Monate im Voraus ausverkauft, ebenso jene der ehemaligen Fernsehkomiker Viktor Giacobbo und Mike Müller, die eben ein neues Stück auf die Bühne gebracht haben. Viele Kabarettisten und Comedians spielen in vollen Sälen. Die Leute haben ein starkes Bedürfnis nach Heiterkeit – und sind bereit, viel Geld dafür auszugeben. Vielleicht liegt dies daran, dass der Humor aus dem normalen Alltag zunehmend verdrängt wird. Wer erzählt ­eigentlich noch Witze? Worüber darf man ­überhaupt noch lachen? mehr

Nächste Woche soll in Genf der Mordprozess gegen Erwin Sperisen wiederholt werden. ­Wegen einer Reihe gravierender Mängel und Rechtsverletzungen ordnete das Bundesgericht im letzten Sommer die Freilassung des ehemaligen Polizeichefs von Guatemala nach fünf Jahren Untersuchungshaft und eine Neuauf­lage des Prozesses an. Wie die Weltwoche auf­gedeckt hatte, wurden zahlreiche Widersprüche und entlastende Momente von der Genfer Justiz ignoriert. Die Staatsanwälte und Richter weigerten sich, insgesamt achtzehn Zeugen der Verteidigung auch nur anzuhören, deren Aussagen nicht zu ihrer Komplotttheorie passten. Einer dieser Zeugen war Oscar Berger, der damalige Staatspräsident von Guatemala, der sehr nahe am Geschehen dran war. In einem ­Exklusiv-Interview mit der Weltwoche macht Berger öffentlich, was die Genfer Richter nicht von ihm hören wollen. mehr

Schweizer Militärhistoriker sind sich einig, dass Hitler im Schicksalsjahr 1940 ernsthaft ­eine Invasion der Schweiz beabsichtigte und deshalb Angriffspläne ausarbeiten liess. Bundesrat und General wussten nichts von diesen streng geheimen, zwischen dem 25. Juni und dem 17. Oktober 1940 verfassten Vortragsskizzen oder Operationsplänen. Als nach dem deutsch-­französischen Waffenstillstand General Guisan sein neues, als «Réduit» bekanntgewordenes Verteidigungsdispositiv ausarbeitete, glaubte er nicht an eine unmittelbare Gefahr. In einer Notiz an den Bundesrat vom 12. Juli schrieb er, dass «Deutschland und Italien, solange sie nicht mit dem englischen Widerstand fertig geworden sind, kein Interesse haben, einen neuen Konflikt zu provozieren». Hitler hatte tatsächlich kein Interesse an einem neuen Brandherd im Herzen des Kontinents, der unnötige Ab­lenkung von der geplanten Invasion Englands bedeutet hätte. Die deutschen Generalstabs­dokumente zu einer möglichen Invasion der Schweiz waren also reine Schubladenpläne, die bald in den Aktenschränken verschwanden. Hanspeter Born vertritt diese umstrittene ­These auf... mehr

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Von David Schnapp

Kommentare

Bruno Mair

18.04.2018|10:43 Uhr

Das nun die Leserbriefe wieder mit Vor- und Nachname veröffentlicht werden, ist wohl ein Schritt in die richtige Richtung. Das jedoch die Kommentare in dieser Woche gerade mal 1x veröffentlicht und 1x aktualisiert wurden, wohl das pure Gegenteil. Ein Kommentar zu schreiben, um anschliessend nach 3 Tagen endlich veröffentlicht zu werden... macht das Sinn? Ich denke nicht. Aufhören wäre die ehrliche Konsequenz!

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