Intern

Hohe Wellen schlägt der vermeintliche Facebook-Skandal um personalisierte Daten, die im US-Wahlkampf und bei der Brexit-Abstimmung angeblich eine Rolle gespielt hätten. Die Medien ­brettern drauflos, in der Politik schäumen sie. Bereits wurde Facebook-Gründer Mark Zuckerberg vor ein Hearing gezerrt. Man ist empört ­darüber, wie hier angeblich finstere Rechte um die Datenforschungsfirma Cambridge Analy­tica die hehre Facebook-Welt mit ihrem Gedankengut besudelten. Stopp, Schnitt – erinnern Sie sich noch? Als vor ein paar Jahren der Liebling der Linken, Barack Obama, erstmals dank personalisierten Daten und Twitter und Facebook das Weisse Hause eroberte, wurde dies in den Me­dien als genial und avantgardistisch abgefeiert. Obama war ein Genie. Wenn heute Politiker des anderen Lagers ebenfalls mit personalisierten Daten und Twitter und Facebook kämpfen, ist es ein Verbrechen. Was ist die Moral der Geschicht? Bis jetzt haben die Linken die sozialen Medien als Exklusivzone beansprucht und verteidigt. Zuckerberg, nicht frei von Heuchelei, war selber Wortführer der Demokratischen Partei im letzten Wahlkampf, statt sich und sein Facebook neutral rauszuhalten. Das holt ihn jetzt ein. Die Heuchelei bricht auf. Auslandchef Urs Gehriger kennt die Details. Die Wähler sind nicht so leicht verführbar, wie die Medien glauben. Nicht wegen Facebook haben sie Trump oder den Brexit gewählt. Sondern weil sie das der jeweiligen ­Alternative vorzogen. mehr

 

Unglaublich, was derzeit in der EU und einigen westlichen Staaten abgeht. Jetzt greift auch noch die Nato in den kalten Diplomatenkrieg gegen Russland ein. Aufgestachelt vom fürchterlichen Giftgasanschlag auf einen russischen Ex-Spion und dessen Tochter in Grossbritan­nien, hat sich die britische Regierung zu einer Vorverurteilung des Kremls hinreissen lassen. Mit Folgen. Insgesamt über hundert russische Diplomaten werden in zwanzig Staaten zum Teufel gejagt. Dabei geben die Briten zu, dass es nicht gesichert, sondern nur «plausibel» sei, dass ­Putin hinter der Attacke stecke. Nicht mal Trump, angeblicher Putin-Versteher im Weissen Haus, hat die Kraft, dagegenzuhalten. Es gibt ­einen politmedialen Hysteriekomplex im Westen. Ob da auch Facebook dahintersteckt? Lesen Sie die Analysen und das Editorial von Chefredaktor Roger Köppel dazu. Immer nach dem Welt­woche-Motto: Es gibt immer eine andere Sicht – auf der Grundlage von Fakten. mehr und mehr

 

Arnold («Noldi») Ehrensberger, 1977 in Basel zum Schwingerkönig gekürt, hielt immer auf Leistung, Disziplin und Kameradschaft. Dass ihm der Vorgesetzte in einem Logistikunternehmen am Zürcher Flughafen «chaotische Führung» vorwarf, verletzte den gelernten Metzger, Gastwirt und vielfach bewährten Organisator von Gabentempeln tief. Es kam zu ­einer kränkenden Rückstufung bei der Funk­tion und beim Lohn. Im Laufe seines Arbeitskonfliktes stiess der frühere Spitzenathlet auf mutmassliche Unterschlagungen im grossen Stil. Als Arnold Ehrensberger die Chefs mit ­seinen Erkenntnissen konfrontierte, kam es erneut zum Zusammenstoss. Der Winterthurer wurde entlassen und geriet nahe an einen psychischen Zusammenbruch. Erstmals erzählt die Welt­woche die Leidensgeschichte eines Ausnahmesportlers, der in der Schwingergemeinde als Frohnatur bekannt ist. mehr

 

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Kommentare

Bruno Mair

31.03.2018|19:31 Uhr

Samstag-Abend 19.30. Die ersten 8 Artikel, wohlverstanden auf der digitalen Frontseite mit Bild, null Kommentare. Das sagt wohl alles… Bruno Mair

Bruno Mair

30.03.2018|08:18 Uhr

@Markus. Schlussendlich bleibt nur eins... diese Tatsache zu akzeptieren, sich den Gegebenheiten zu fügen und gezwungenermassen Aufzuhören. Die WeWo hat das erreicht, was Sie anscheinend schon immer wollte. Mit möglichst wenig Aufwand, die noch wenige „Zuschriften-Stammkundschaft“ endgültig in die Defensive zu drängen. Ob dies bei den sonnst schon schwierigen Medien-Verhältnissen, der richtige Weg ist, ist nach meinem Empfinden, zu bezweifeln. Freue mich trotzdem, auf die wohl letzte motivationslose Veröffentlichung, so in gefühlten 3 Tagen. Interessiert ja eh niemanden mehr. Irgendwie traurig

Markus Spycher

29.03.2018|09:44 Uhr

Oh, was für eine erbärmliche Zensurpolitik der WeWo! Mein persönlich gefärbter Exkurs in die Klassiker der Weltliteratur und in die SVP-Familie, nämlich die Fortsetzung I meines Beitrages, hat man unterschlagen. Weiterer Kommentar überflüssig. Markus Spycher, Bern

Markus Spycher

28.03.2018|21:11 Uhr

Irgendwann der Menschheitsgeschichte hat man begonnen, Individuen Vor- und Nachnamen zu verpassen, zwecks besserer Unterscheidungsmöglichkeit. Dann gab es eine Zeit, wo Zeitschriften, die etwas auf sich hielten, Texte nur mit Namen und Wohnort des Verfassers veröffentlichten. Auch dann, wenn Redaktoren Leserbriefe für das Unnötigstea auf Erden hielten. Wenn heute in WeWo-Foren nur noch Vornamen publiziert werden, wird es problematisch: Die geneigte Leserin (typischerweise weitgehend von Küche und Kindern absorbiert) wird im Unklaren gelassen, ob eine Zuschrift (nur um ein theoret.Bsp.

Markus Spycher

28.03.2018|20:56 Uhr

Fortsetzung II: immer nur ein Annäherungsversuch ist. - Wenn die WeWo nur noch die Vornamen der Blogger veröffentlicht, bedeutet das eine Geringschätzung des Individuums, einen Schritt hin zur Vermassung, hin zum Ameisenstaat. Schade, Grund genug, um auf weitere Beiträge zu verzichten. Schliesslich hat man auch als schlichter Mann von der Strasse einen gewissen Stolz auf seine Identität.

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