Selbstüberschätzung der Psychiater

Der kaltblütige Mörder Thomas N. veranstaltete eine sadistische Blutorgie. Renommierte Gutachter halten den Vierfachmörder für «therapierbar». Das ist der falsche Ansatz. Der Prozess um den Mordfall Rupperswil offenbart die weltfremde Hybris der Psychiatrie – und schmerzliche Gesetzeslücken.

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Kommentare

Werner Häberli

22.03.2018|16:22 Uhr

Gerichtsurteil gemäss Gesetz, okay. Dazu kommt aber, ob der Bevölkerung zugemutet werden kann, den Täter jemals wieder unter sich haben zu müssen. In diesem Fall, jemanden der aus reiner Mordlust mehrere Menschen getötet hat um deren Sterben zu sehen.

René Sauvain

21.03.2018|20:25 Uhr

Super Stellungnahme Hr. Gut! Blamabel mit was für Problemen sich unsere Gerichtsbarkeit im 21. Jahrhundert herumschlagen muss! ....und was tun eigentlich unsere verantwortlichen Bundesräte in diesem Sektor?....nichts! Ein Verbrecher welcher 4 Menschen brutal umbringt hat auf dieser Erde nichts mehr zu suchen und braucht auch keine Psychiater!! Wie kann nur das Wort Therapierbarkeit in Erwägung gezogen werden?Höchstens bei den Psychiatern!!!

Jürg Brechbühl

21.03.2018|19:27 Uhr

Ich denke, das ist das wichtigste Missverständnis: Es gibt eine Sorte Leute, die sich nicht vorstellen können, dass es böse Menschen gibt. Sie meinen, wenn jemand so etwas tue, so könne das nur das Symptom einer Krankheit sein. Also ist es Aufgabe des Psychiaters, die Krankheit festzustellen. Das zweite Missverständnis ist der verblödende Allmachtsanspruch aller Psychiater, es gebe für jede Krankheit eine Behandlung. Sie scheitern regelmässig bei fast allen psychischen Krankheiten, Süchten etc. Aber dann müsste man mit der Legende von der Wirksamkeit von Psychotherapie aufräumen.

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