Intern

Vor zwei Wochen war Moritz de Hadeln für die Vernissage seiner im Februar erschienenen Biografie in Zürich. Der ehemalige Direktor der Filmfestivals von Locarno, Venedig und Berlin (Berlinale) erzählte auf der Bühne Anekdoten aus seiner fünfzig Jahre andauernden Laufbahn im Filmbusiness. Dabei kam er auch auf den Produzenten Harvey Weinstein zu sprechen, der schweren Sexismusvorwürfen ausgesetzt ist und Auslöser war für die weltweite #MeToo-­Bewegung. De Hadeln meinte, man dürfe dies ja fast nicht mehr sagen, aber Weinstein sei ­einer der wenigen Hollywood-Impresarios gewesen, die den Film wirklich liebten. Gerade das europäische Kino habe ihm viel zu verdanken. Nach der Veranstaltung fragte ihn Rico Bandle, ob er für die Weltwoche nicht über seine Erfahrungen mit Weinstein schreiben wolle. De Hadeln sagte sofort zu. mehr

 

Der Prozess um den Mordfall Rupperswil bewegte die Schweiz. Dabei trat eine Diskrepanz zwischen den Ansichten einer breiten Bevölkerung und der Experten aus Justiz und Psychiatrie zutage. Die psychiatrischen Gutachter ­diskutierten lange, ob der Vierfachmörder Thomas N. therapierbar sei – ja, fanden sie am Ende. Doch das ist der falsche Ansatz, wie wir in unserer Titelgeschichte zeigen: Für Verschulden dieser Schwere sollte es eine lebenslange Freiheitsstrafe geben, die auch tatsächlich lebenslänglich ist. Alles andere verstehen die Bürger nicht. Erfahrung im Umgang mit Sexual- und Gewaltstraftätern hat die Rechtspsychologin Catherine Graber. Sie erzählt im Interview, wie sie als Gutachterin vorgeht, um die Gefährlichkeit eines Kriminellen zu erkennen, wie sie sich vor manipulativen Tätern schützt und wo die Grenzen der Therapiemöglichkeiten liegen. mehr

 

Testosteron hat keinen guten Ruf: Zu viel ­davon macht Männer zu Autobahn-Rasern und Büro-Grapschern. Die Biologie zeigt sich einsichtig: Der Testosteronspiegel heutiger Männer ist niedriger als jener ihrer Väter im selben Alter. Doch die Rückkehr des Testosterons folgt auf dem Fusse: Nicht bloss Männer bekommen es immer mehr verabreicht, sondern auch Frauen ab vierzig. Um das Männer­hormon als Jungbrunnen für Frauen entsteht ein regelrechter Hype. mehr

 

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Kommentare

Bruno Mair

25.03.2018|19:43 Uhr

Die Kommentare sind inzwischen auf ein erbärmliches Minimum geschrumpft. Herabgestuft und begrenzt auf deren Vornamen. Hans gegen Hans mit verschiedenen Meinungen, jedoch nicht mehr einzuordnen, wer den jetzt welcher Hans ist. Es macht wohl der Anschein, dass die WeWo kaum mehr interessiert ist, überhaupt Leserbriefe zu veröffentlichen. Höchstwahrscheinlich zum lästigen Übel geworden, diese zu kontrollieren um der Zensur gerecht zu werden. Liebe WeWo das Ziel zumindest erreicht... wirklich Spass macht es tatsächlich nicht mehr. Ehrlicher wäre gewesen, auf Kommentare ganz verzichten.

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