Ruinöse Geschenke

EU-Politiker rufen nach einem Marshallplan für Afrika – als Mittel gegen die Migration nach Europa. Der Vergleich mit den Bedingungen in Deutschland nach 1945 ist untauglich.

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Alex Baur, Redaktor

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Kommentare

Urs Weiermann

07.03.2017|17:17 Uhr

Die z.T. korrupten Afrikanischen Machthaber wird es freuen: money for nothing and the chicks for free. (Status Quo). Ferner, gerade die Deutschen haben das Gefühl, dass Weltweit ihre Mentalität: "ich lebe um zu arbeiten" eingeführt werden kann, in Afrika und Lateinamerika ist die Mentalität umgekehrt: "ich arbeite um zu (ueber)LEBEN". Auch mit den angedachten Milliarden werden Millionen von (Unterschicht) Afrikanern nach Europa strömen, da sie von den Milliarden keinen Cent sehren werden, weil diese bei der Oberschicht hängen bleiben wird. Ist übrigens nichts neues, läuft so seit Jahrzehnten.

Rainer Selk

07.03.2017|13:53 Uhr

Der Marshallplan galt für den Wiederaufbau Deutschlands, das unter alliierter Kontrolle steht! Das war eine überblickbare Sache, sieht man von dem Hooton- + Morgenthauplan ab, die andere Ziele wollten!Nach Afrika flossen in den letzten ca. 50 Jahren, ca. CHF 60 Milliarden an Entwicklungshilfe. Was geschah damit + warum kommt Afrika, von Ausnahmen abgesehen, nicht auf die Beine? Welche Rolle spielt dort der IWF?Es ist Zeit, sich der Realität zu stellen. Verschiffungen von Afrikanern nach Europa verschiebt deren Problem hierher. Willkommen in Eurabafriaropa -> unbezahlbar.

Alex Schneider

02.03.2017|07:18 Uhr

Seit Jahren wird darüber diskutiert, wie hoch der Anteil der öffentlichen Entwicklungshilfe am jährlichen Bruttonationaleinkommen (BNE) sein soll. Kaum diskutiert wird, wie diese Gelder effektiver und effizienter eingesetzt werden könnten. Wenn rund drei Milliarden Franken jährlich ins Ausland vergeben werden, müssen wir sicherstellen, dass diese Gelder zweckmässig ausgegeben werden. Interessant wären zum Beispiel die langfristigen Resultate von getätigten Entwicklungshilfe-Investitionen in verschiedenen Ländern.

René Schnüriger

01.03.2017|23:37 Uhr

70 Jahre Wohlstand scheint viele Europäer blind gemacht zu haben für gesellschaftliche Grundlagen. Nach dem zweiten Weltkrieg investierten die Amerikaner nicht nur Geld, sie bestimmten dank militärischer Anwesenheit faktisch auch die Marschrichtung in Westeuropa. Dass dieser Zusammenhang gerade auch in Deutschland oft nicht mehr erkannt wird, macht mich etwas ratlos. Die Entwicklungshilfe - Milliarden im Mittelmeer zu versenken, würde wohl vielen Afrikanern mehr bringen, als damit verbrecherische Despoten zu stärken.René Schnüriger, Zürich

René Schnüriger

01.03.2017|23:20 Uhr

70 Jahre Wohlstand scheint viele Europäer blind gemacht zu haben für Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Nach dem zweiten Weltkrieg investierten die Amerikaner nicht nur Geld, sie bestimmten dank militärischer Anwesenheit faktisch auch die Marschrichtung in Westeuropa. Dass dieser Zusammenhang gerade auch in Deutschland oft nicht mehr erkannt wird, macht mich einigermassen ratlos. Die Milliarden im Mittelmeer zu versenken, würde wohl vielen Afrikanern mehr bringen, als damit verbrecherische Despoten zu stärken.

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