Das Elend zwischen den Beinen

Das Städel-Museum in Frankfurt widmet sich publikumswirksam dem Geschlechterkampf in der Kunstgeschichte. Anstatt die Sinne anzuregen, erinnert die Ausstellung an missratene Traumatherapien. Trotzdem ist ein Besuch erhellend. 

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Alex Baur, Redaktor

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Kommentare

Markus Spycher

19.02.2017|08:43 Uhr

Zur Abbildung von Max Liebermanns "Simson und Delila", 1902 (Seite 57 in der Druckausgabe): Der Künstler hat offensichtlich gecheckt, dass das Sammeln von Trophäen und Fetischismus kein Vorrecht der Männerwelt ist. Und das ist in dieser Ausstellung doch schon mal was für Feministinnen. - Verstörend, aber genial, das überdimensionierte runde Babyface im Werk "Die Braut" von Hannah Höchs. Sie hätte auch eine Weltkugel zwischen schaukelnden Frauenschenkeln darstelle können, denn das ist es, was die Welt bewegt.

Markus Spycher

19.02.2017|08:30 Uhr

>> "Das ­Exponat passt weniger zum Thema «Geschlechterkampf» als zu «Fleischmarkt Frau»." Wie wahr, Frau Stämpfli, wie wahr! Beim Betrachten von Meret Oppenheims 'Gouvernante' fällt unsereiner das Cliché ein, wonach alle Chinesen gerne Huhnerfüsse (fr)essen. Immerhin werden diese hier stilvoll auf einem Silbertablette serviert. Des weiteren bemängeln Sie die fehlende Sinnlichkeit der Exponate. Ich glaube nicht, dass es besser herausgekommen wäre, wenn man im Städel zu Frankfurt zum Thema 'Kampf' Vivaldi geigende höhere Töchter, die später Bankdirektoren heiraten, zur Schau stellen würde.

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