Wörter und Unwörter des Jahres

Politik ist immer auch ein Kampf um Begriffe. Wer hat die Deutungshoheit im Land?Wer kann seinen Gegner geschickter sprachlich isolieren? Welche Wörter haben 2017 Medien und Gesellschaft umgetrieben?

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Alex Baur, Redaktor

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De Alex Baur

Kommentare

Meinrad Odermatt

30.12.2017|22:44 Uhr

Ein Vertrag zwischen zwei Parteien, die etwas vereinbaren ist ein bilateraler Vertrag. So weit so richtig. Was ist das aber für ein "juristisches Konstrukt" wenn zwei Parteien hier EU und Schweiz, gleiches würde aber auch für sämtliche Verträge unter irgendwelchen zurechnungsfähigen Vertragspartnern gelten) sich zwar VOR der Vertragsunterzeichnung als gleichwertige Partner auf Augenhöhe befinden, aber NACH der Unterzeichnung nicht mehr? Weil im selben Vertrag steht, dass sich eine Partei der anderen unterordnet und sich selber als zukünftiger bilateraler Partner disqualifiziert?!

Marc Dancer

23.12.2017|03:34 Uhr

Die 2 absoluten Unwörter für mich sind: "Freundschaftsvertrag" (im pol. Sinne) und INTEGRATION! Beides sind brandschwarze Lügen! In der Politik gibt es KEINE Freunde und Integration gibt es NICHT! Bestes Beispiel sind die USA, Schwarze u. Hispanos dort haben sich nie integriert auch nicht nach Generationen, sondern leben in einer Parallelwelt mit eigener Sprache und Kultur. Das sind gleichzeitig die geburtenstarken Elemente, ein zukünftiges Riesenproblem.

Jürg Brechbühl

21.12.2017|12:39 Uhr

Vergessen gegangen im Artikel: "Personalisierte Medizin" - das ist die richtige Medizin der Zukunft. Bis anhin haben unsere Dr. med. ja alles nur entweder mit Vaseline oder Weihwasser kuriert.

Jürg Brechbühl

21.12.2017|11:42 Uhr

Das mit der Digitalisierung finde ich wirklich mühsam: Jeder meint, er müsse jetzt von "Digitaliserung" reden. Angeblich will man die Schweizer zu einer neuen Wirtschaftsweise motivieren. Wie soll das funktionieren, wenn keiner sagt, wovon er eigentlich redet? Das Schlagwort wird vollkommen hirnlos herumgeboten. So betreibt man keinen demokratischen Diskurs! So verhalten sich nur verlogene Politiker, die unter der Nase der Leute Milliardenbeträge abzügeln wollen, von denen man weiss, dass man sie nicht bekäme, wenn man offen und ehrlich danach fragen täte.

Jürg Brechbühl

21.12.2017|11:09 Uhr

Ungefähr so, wie ich die Wörter kenne. Einzig, die Behauptung "bitcoin" sei eine Währung halte ich für verwegen. Bitcoin ist nicht mehr oder weniger Währung als Fussball-Sammelkarten, nämlich ein Tauschobjekt im Tauschhandel.

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