Intern

Im Alltag kommt man selten dazu, sich mit den grossen Fragen unseres Lebens zu beschäftigen. Weshalb gibt es uns? Wie gross ist das Universum? Gibt es einen Gott? Und wenn, so sind es meist Theologen oder Philosophen, die ihre Sicht der Dinge darlegen. Die streng wissenschaftliche Perspektive ist in der Öffentlichkeit untervertreten: weil zu kompliziert, weil kaum jemand so unvorstellbare Gegebenheiten wie die Krümmung des Raums verständlich erklären kann. Eine Ausnahme ist Ben Moore, Professor für Astrophysik an der Universität Zürich. Wenn er vom Ursprung des Universums, von der Entstehung der Galaxien und des Lebens erzählt, so ist das auch für Laien unendlich faszinierend. Seine an ein breites Publikum gerichteten Referate sind gut besucht, seine populärwissenschaftlichen Bücher Bestseller. Bei ihm ist die Geschichte unseres Daseins ein gigantisches Abenteuer. Rico Bandle hat den sympathischen Briten in dessen Wohnung in Zürich besucht. Seite 32

 

Michael Burleigh hat es gewagt, eine «Geschichte des Jetzt» zu schreiben. Damit bietet sich der britische Historiker wie kein Zweiter an für unsere jährliche Einschätzung der Weltlage. Urs Gehriger hat ihn gebeten, anhand von zwölf ausgewählten Bildern das Jahr 2017 Revue passieren zu lassen. Mit scharfem Blick und einem Schuss britischem Sarkasmus bringt Burleigh Ordnung in die globalen Wirren und kommt zum Schluss: «Die Dinge sind nie so apokalyptisch, wie uns die Medien weismachen wollen.» Seite 40

 

Wir treffen Adrian Amstutz auf dem Höhepunkt der Sexismus-Debatte im Bundeshaus. Diese sei «Quatsch», sagt der SVP-Klartexter, der in der Wintersession das Amt des Frak­tionspräsidenten abgegeben hat. Gewohnt ­offen und direkt zieht Amstutz im Gespräch mit Philipp Gut eine menschliche und politische Bilanz seiner Berner Jahre – und er fordert, dass die geheimen Bundesrats- und Kommissionssitzungen öffentlich werden. Seite 76

 

Er ist fürs Eishockey, was Muhammad Ali fürs Boxen und Pelé für den Fussball war. Der ­Kanadier Wayne Gretzky gehört auch mit 56 Jahren immer noch zu den einflussreichsten Persönlichkeiten im Sport. Unser Reporter Thomas Renggli erhielt in Toronto die rare Gelegenheit, ein ausführliches Interview mit «The Great One» zu führen. Gretzky zeigte sich dabei als charmanter, weltoffener und humorvoller Gesprächspartner. Er erklärt, weshalb die kanadischen Kinder einem Schweizer nacheifern, warum er selber seinem Body­guard vieles verdankt und wieso er ein halber Russe ist. Eine beeindruckende Begegnung mit einem Mann, der weit über die Banden hinausblickt. Seite 80

 

Für diese Ausgabe liessen wir uns von einem wunderbaren Cover der Zeitschrift The New Yorker inspirieren; die Adaption besorgte der Winterthurer Illustrator Patrick Oberholzer.

 

Liebe Leserinnen und Leser, die Redaktion dankt Ihnen herzlich für Ihr treues Interesse und wünscht Ihnen frohe Festtage. Die nächste Ausgabe erscheint, mit schönen Neuerungen und einigen neuen Autoren, am 4. Januar.

 

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Von Mark van Huisseling
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Kommentare

Markus Spycher

20.12.2017|21:46 Uhr

Ein geglücktes Cover. Die ausgewogenen Farben, die austarierten Flächen sind eine Wohltat für die Augen.

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