Die Tragödie des Robert Mugabe

Er war kein dumpfer Despot wie Mobutu, Bokassa oder Idi Amin. Robert Mugabe beeindruckte als tollkühner Kommandant, kühler Stratege und gewandter Diplomat. Trotzdem ritt er Simbabwe ins Elend. Warum? Das erklärt Jean Ziegler, der Mugabe persönlich kennengelernt hat.

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Von Philipp Gut
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Kommentare

René Schnüriger

26.11.2017|00:28 Uhr

Zimbabwe ist einer der vielen Beweise, dass (übertriebener) Sozialismus und Kommunismus nicht funktionieren. Solche Systeme müssten wenn schon, von prosperierender Wirtschaft finanziert werden. Diese gibts aber nur mit potenten Investoren, Querdenkern, "Chrampfern" usw.. Alles Individuen, die den Sozialismus meiden wie der Teufel das Weihwasser. Ganz einfach, weil man ihnen den verdienten Lohn wegnehmen will/muss. Sogar rohstoffreiche Länder wie Venezuela zerbrechen an der Umverteilungstheorie. Schade, dass auch sogenannt intelligente Menschen wie Herr Ziegler, diese Zusammenhänge negieren.

Marc Dancer

25.11.2017|11:34 Uhr

J.B: Ja die Chinesen versuchen's, wie früher die Inder (Uganda)! Aber es funktioniert nur schlecht, eigentlich gar nicht. Was allerdings jetzt in Zwimbabwe geschieht ist Mugabes Werk: Z.B. Saudi-Arabien pachtete gigantische Ländereien (wo das Geld hinfliesst, kann sich jeder selber ausdenken) und exportiert die lebensmittel in den nahen u. mittleren Osten. Das sind die einzigen Farmen die noch wirtschaftlich arbeiten. Der grosse Rest vermag nicht mal mehr den lokalen Bedarf decken!

Jürg Brechbühl

24.11.2017|16:21 Uhr

@Marc DancerDie Chinesen leisten Vorarbeit zur Kolonisierung Ostafrikas. Das langfristige Ziel ist mir nicht klar. China baute vom Copperbelt in Sambia durch Simbabwe und Mozambique eine Eisenbahnlinie an den indischen Ozean gebaut. Man tranpsoritiert die Bodenschätze aus der Katanga Provinz. Unklar ist wozu in den letzten zwei Jahren für je zwei Milliarden Dollar Eisenbahnlinien von Nairobi nach Mombasa und von Addis Abbeba nach Djibouti gebaut wurden. Zu transporiteren gibt es dort nichts. Diese Bahnlinien ergeben nur Sinn als Einfallstore für hundert Millionen chinesische Aussiedler.

Rainer Selk

24.11.2017|09:06 Uhr

'..Das Geschwätz von den "uralten Kulturvölkern Zimbabwes"..'. Das ist Zieglers typische verbale Hochstilisierung samt Opferformulierung. Das würde er wohl niemals für europ. 'Schuldvölker' sagen, weil aus dem Westen alles kommt, von was Ziegler lebt. Z. ist ein flacher + oberflächlicher linker Vielredner. Das ist seit Jahren bekannt. Er wurde m. W. in 6 Fällen wegen übler Nachreden usw verurteilt? Wieso die WeWo unter diesen Umständen zu Wort kommen lässt, bleibt deren Geheimnis oder will Z. Hr. Mugabe ins Schweizer Exil holen?Afrik. Opfergeschwafel geht an der Realität vorbei!

Marc Dancer

24.11.2017|06:24 Uhr

So langsam kommt die Wahrheit an's Licht, betreffend "Afrika"!!! Nur, es ist eben zu spät! Der Rückstand (Mindset) dieser Völker ist mittlerweile dermassen gross, dass analytisch gesehen nur noch eine erneute Kolonialisierung helfen könnte, was natürlich politisch nicht geht. Statt dessen wurde der Kontinent von Finanz- und Rohstoffhaien geplündert, was sehr einfach war. Das "Afrikanische System" besteht aus Missgunst, Tribalism, Korruption, Faulheit und einer guten Portion Gewalt u. Gegengewalt! Ich hab's selber während einiger Zeit erlebt, in Uganda, Kenya u. SA.

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