Liebe in Zeiten der Hysterie

Die Weinstein-Debatte entgleist. Warum reden wir nur noch mit zitronensaurer Miene und hochgezogenen Augenbrauen über Mann und Frau? Entspannt euch, ladies and gentlemen! Ein Plädoyer für mehr Lockerheit und Abrüstung an der Geschlechterfront.

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Alex Baur, Redaktor

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Kommentare

Nannos Fischer

10.11.2017|16:03 Uhr

Manchmal braucht’s drei. Ich hatte nach längerem Auslandaufenthalt in einer Westschweizer Auslandbank einen Direktionsposten angenommen. Kurz nach meiner Ankunft gab mein Boss ein Essen, zu dem ich mit meiner Frau geladen war. Er plazierte sie neben sich, wohl weil sie die attraktivste Dame war und er sich von ihr mit Blick auf meine Karriere einiges Entgegenkommen versprach. Als er ihr dann die Hand aufs Knie legte, ergriff sie diese beidhändig, zog sie rasch bis über ihren Kopf hoch und fragte freundlich lachend in die Runde:«Wem gehört denn dieses niedliche Händchen auf meinem Knie, wem?»

Rainer Selk

10.11.2017|15:12 Uhr

B. Miller. Dieser Vorschlag aus einer Berliner Frauenclique um jene Mithu Sanyal müsste aber in Sachen 'Auschwitz' nochmals durchdacht werden. Erstaunlich, dass es noch keinen öffentlichen Aufschrei gab. Manche schwaddern eben so totalen Unsinn herbei, dass man kaum noch sagen kann: hier wird mit zweierlei Mass gemessen. BRD Maaaslos!

Brigitte Miller

08.11.2017|20:30 Uhr

Guter Text, Herr Gut.Und in diesem ganzen Wirrwarr gibt es Damen wie Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal, die vorschlagen, Vergewaltigungsopfer, also Leute, die wirklich Gewalt ausgesetzt waren, nicht mehr Opfer, sondern "Erlebende" zu nennen, da man sie sonst in ihrem Opferstatus festhalte.

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