Intern

Eine rasch fortschreitende Erkrankung hat das Erinnerungsvermögen von Beat Richner zerstört. Der berühmte Kinderarzt weiss nichts mehr von seinem Lebenswerk für die Kinder Kambodschas und deren Familien. Richners Verhältnis zu Deza-Beamten und WHO-Funk­tionären war mehr als distanziert; er nannte sie «Monopolisten des Mitleids». Es bedurfte grosser Anstrengungen der Aussenpolitischen Kommission, um die Bundesbeiträge für Richners Vorzeigekliniken von zwei auf vier Millionen Franken zu verdoppeln. Auch Christoph Mörgeli hat Beat Richner seinerzeit unterstützt und würdigt die einzigartige Leistung dieses freiheitlich denkenden Mediziners. Seite 18


Der Urnengang zur «No Billag»-Initiative ist ­eine historische Abstimmung. Nicht wegen des Themas – wie viel man an SRG-Gebühren bezahlt, ist, nüchtern betrachtet, keine existenz­ielle Frage für unser Land –, sondern wegen des hohen Diskussionsniveaus. Bereits vier Monate vor dem Abstimmungstermin ist «No-Billag» ein Dauerthema. Das gab es zuletzt bei Abstimmungen zum EWR-Beitritt oder zur Abschaffung der Armee. Unser Medien­experte Kurt W. Zimmermann versucht, die Diskussion zu entdramatisieren. Er liefert die nüchternen Zahlen zu einem Ja und einem Nein beim Urnengang. Sein Fazit: Auch bei ­einem Ja zur «No Billag»-Ini­tiative wird die SRG nicht untergehen. Seite 32


Kulturredaktor Rico Bandle hat als Kind einige Jahre in Madrid gelebt. Für einen Jungen in der spanischen Hauptstadt ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass er Real Madrid unterstützt. Nun aber hat sich Bandle mit Reals Erzrivalen befasst, dem FC Barcelona. Der Klub ist das Symbol des katalanischen Nationalbewusstseins, an den Spielen sind mehr katalanische Unabhängigkeitsfahnen zu sehen als Vereinsflaggen. Das liegt am Schweizer Klubgründer Hans Gamper, der in Barcelona wie ein Heiliger verehrt wird. Er hat Anfang des letzten Jahrhunderts Fussball und Politik zusammengebracht. Seite 44


Während die Separatisten in Katalonien die Unabhängigkeit erstreiten wollen, verzichtet die italienische Rechtspartei Lega auf ihre separatistischen Bestrebungen. Parteichef Matteo Salvini reiste letzte Woche quer durch Sizilien und machte Furore bei den Lokalwahlen. Der Sprung nach Süden ist für Salvini nur der Anfang eines grossen Plans. Wie einst Garibaldi will er von ­Süden her nach Rom marschieren und dort zum Staatschef avancieren. Unser Reporter Nicholas Farrell folgte Salvini auf den Fersen. Seite 48


Der St. Moritzer Arno Del Curto ist ein Monument des Schweizer Eishockeys. Seit 21 Jahren steht er an der Bande des HC Davos – länger beim selben Klub als jeder andere Trainer im europäischen Profisport. Thomas Renggli hat Del Curto besucht und mit Weggefährten gesprochen. Er beschreibt einen aussergewöhnlichen Mann, der in Afrika erste Führungserfahrungen sammelte, im Geschäftsleben Schiffbruch erlitt, seine Sportlerkarriere früh abbrechen musste, aber als Coach neue Massstäbe setzte. Seite 76


Donald Trump ist ein dankbares Objekt für ­Karikaturisten. Seit seiner Wahl vor einem Jahr haben sie ausgiebig Gebrauch von seiner Physio­gnomie gemacht. Zum Jahrestag haben wir die zehn besten Karikaturen des US-Präsidenten ausgewählt und über das ganze Heft verstreut.


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