«Mütter haben Anteil an der Entstehung von Gewalt»

Mann und Frau würden im Umgang mit Straftätern allzu schnell in bewährte ­Täter- und Opferrollen eingeordnet, kritisiert die forensische Psychiaterin und Buchautorin Hanna Ziegert. Doch weibliche Destruktivität sei nicht immer auf den ersten Blick erkennbar.

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Alex Baur, Redaktor

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Kommentare

Vetsch Inge

05.11.2017|21:16 Uhr

Sehr viele Frauen / Mütter / Töchter sind unfertige, gebrochene oder destruktive Charaktere und geben entsprechend Negatives weiter. Unter anderem, weil ihnen selber nichts Besseres mitgegeben worden ist. Das alles ist ganz und gar nicht neu und war schon immer so. Nur darf man das heute halt nicht mehr aussprechen... Der mutigen und klarsichtigen Hanna Ziegert gebührt deshalb grosser Dank. Werde ihr Buch mit Interesse lesen.

Brigitte Miller

26.10.2017|14:46 Uhr

"Ich erwarte aber von Frauen, dass sie Verantwortung in ihren Rollen und für ihre eigene Destruktivität übernehmen. Das gilt für uns alle."Das ist der Schlüsselsatz. Ähnliches, aber aus einem anderen Blickwinkel beschreibt Zana Ramadani in ihrem Buch"Die verschleierte Gefahr" , in dem sie thematisiert, welche Rolle die Mütter einnehmen bei der Unterdrückung der Töchter und der Bevorzugung der Söhne und so die Gewalt weiter tradieren. Fairerweise muss man sagen, dass es in dieser Kultur sehr viel Mut braucht, sich aus diesem Kreislauf zu lösen.

Jürg Brechbühl

26.10.2017|04:52 Uhr

Normalos klopfen an, fragen, ob ich einverstanden bin. Die Nachbarin aber geht weinerlich zu ihrem Mann, schaut kontrollierend zu, wie der mich anschreit und gewaltätig wird. Erstmal war ich überrumpelt und wusste nicht wie wehren. Jetzt hat sie ein eigenes Baby und nimmt das als Vorwand, grosskotzig links und rechts Rechte herauszunehmen. Irgendwann wird sie einen stärkeren Mann finden, der auf ihren Ehegespons losgeht. Sie wird die steuerlichen Spezialaktivitäten seiner Familie nutzen, um alle fertigzumachen und mein Problem mit seiner Gewalt wird gelöst. Buddhistische Gelassenheit.

Jürg Brechbühl

26.10.2017|04:18 Uhr

Zitat: "Inzestuöse Taten werden aber oft erst ­dadurch möglich, dass die Mutter die Ver­änderung des Kindes durch den sexuellen Missbrauch übersieht und unbewusst, die Handlungen begünstigt." -- Vielleicht noch viel schlimmer: Die Mutter will keinen Sex und ist froh, wenn das Mädchen hinhalten muss. Sie weiss ganz genau Bescheid und schaut bewusst weg.

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