Sind Tiere die besseren Menschen?

Nationalrat Jonas Fricker verglich den Transport von Schweinen mit der Deportation von Juden – und trat in der Folge schwer geknickt zurück. Seine Ansage hatte mit Antisemitismus nichts zu tun,wohl aber mit der verbreiteten Heiligsprechung der Tiere.

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Von Rolf Hürzeler
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Kommentare

Albert Eisenring

10.10.2017|19:45 Uhr

Erfreulich nüchterner und treffender Artikel zu diesem überdramatisierten Vergleich, bei dem in der Politik unüblicherweise kein einziges Wort tatsachenwidrig war. Bei den Profiteuren der Massentierhaltung verhält es sich nämlich genau gleich, wie bei den EU-Befürwortern: beide können ihr Tun und Denken nicht argumentativ verteidigen, weshalb sie sich auf Nebenschauplätze wie Stil und Skandale begeben. Zusammen mit den ihnen willfährigen Massenmedien wird dann ein nicht enden wollendes Empörungsgeheul vom Zaun gebrochen, das einzig der Tabuisierung unliebsamer Haltungen und Meinungen dient.

Albert Eisenring

09.10.2017|17:49 Uhr

Erfreulich nüchterner und treffender Artikel zu diesem überdramatisierten Vergleich, bei dem in der Politik unüblicherweise kein einziges Wort tatsachenwidrig war. Bei den Profiteuren der Massentierhaltung verhält es sich nämlich genau gleich, wie bei den EU-Befürwortern: beide können ihr Tun und Denken nicht argumentativ verteidigen, weshalb sie sich auf Nebenschauplätze wie Stil und Skandale begeben. Zusammen mit den ihnen willfährigen Massenmedien wird dann ein nicht enden wollendes Empörungsgeheul vom Zaun gebrochen, das einzig der Tabuisierung unliebsamer Haltungen und Meinungen dient.

Marc Dancer

07.10.2017|13:04 Uhr

J.B: Die Schweizer (nicht nur) fressen einfach zuviel Fleisch! Ich mag mich ebenfalls an den Störenmetzger erinnern, aber zu dieser Zeit waren wir viel weniger Leute im Land und die wenigsten haben jeden Tag Fleisch gegessen! Sau-Fleisch ist übrigens nicht gesund, aber hie und da Spiegeleier mit Speck ist schon etwas Gutes!

Jürg Brechbühl

05.10.2017|11:08 Uhr

Viele der Probleme in der Massentierhaltung sind wegen der überbordenden Hörigkeit der Schweiz der EU-Bürokratie mit ihrer Vielfalt an Hygiene und Blabla-Normen. Aus meiner Kindheit erinnere ich den Störmetzger auf dem Bauernhof neben meinem Elternhaus. Hinter dem Stall, in einem kleinen mit Gras bewachsenen Hof unter einem verkümmerten Zwetschgenbaum setzte er der Sau den Bolzenschussapparat auf den Schädel, zerlegte dann das Tier, kochte in einem grossen, mit Holz befeuerten verzinkten Bottich die Würste. Die Sau war bis zur letzten Sekunde ein glückliches Tier.

Marc Dancer

05.10.2017|09:22 Uhr

Ob der Typ Schweine mit Menschen verwechselt ist mir eigentlich "wurst", ABER dass der Vollpflock weg von Fester ist nehme ich mit Genugtuung zur Kenntnis! Glättli und Rytz disqualifizieren sich als professionelle Heuchler u. "Moralisten" gerade selber. Gut so!

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