Vom höflichen Wegblicken des Personals

Die Schweizer Gastronomie hat betreffend Freundlichkeit einen schlechten Ruf. Wir können froh sein, beim Service oft mit Personal aus Italien oder Spanien konfrontiert zu sein.

"Abonnieren Sie die Weltwoche und bilden Sie sich weiter"

Alex Baur, Redaktor

Lesen Sie auch

Willkommen im Land der Unfreundlichen

Wieder ist eine Studie herausgekommen, die die Schweiz als eines der unfreu...

Von Rico Bandle
Jetzt anmelden & lesen

Kommentare

Nannos Fischer

18.09.2017|11:00 Uhr

Ich bin lange Zeit extensiv gereist, nicht als Kritiker, bloss als Kunde, für den der Service praktische Hilfstellung beim Tagesablauf (Concierge, Portier) bedeutete. Ich stieg ab, wo ich mich wohlfühlte, vom Fünfsternhotel bis zum Landgasthof, vom Dreisternrestaurant bis zum Bistro, wichtig war nur, dass jedes in seiner Art perfekt war. Man kann einem Lokal oder Hotel meist schon von aussen fast anspüren, was einen erwartet. Ich konnte in der Schweiz in keiner Weise ein Freundlichkeitsdefizit im Gastgewerbe feststellen. Falsches Lachen: nein. Aber auch nicht Mürrischkeit wie oft im Ausland.

Rainer Selk

17.09.2017|22:03 Uhr

René Gaston Sauvain. Stimmt auf den Punkt, lach. Könnte man nicht besser darlegen. Lenzerheide 2017 Mitte August, Mittelstation gegenüber Rothorn. Freundliche Bedienung aus Ungarn. Häppy, hier zu sein. SchweizerInnen genau dasselbe. Was soll der herbeigeredete Blödsinn? 'ServiceInnene' hatten es nie 'leicht', aber warum schaffen sie hier? Ein gutes Trinkgeld gab es allemal. Nichts da von 'Wegblicken'.

René Gaston Sauvain

14.09.2017|11:51 Uhr

Hr. Honegger, gibt es in Ihrem Beruf als Gastrokritiker auch positive Aspekte? Zwingt Sie Ihr Beruf nur Negatives zu berichten? Wohne seit 20 Jahren als Auslandschweizer in einem eher ärmlichen Land und Hunger ist hier kein Fremdwort! Der CH geht es gut, fast zu gut und ich hoffe, dass es so bleibt..aber wenn ihr nicht aufpasst, werden diese Armen und Hungrigen zu Ihnen kommen und Eure Teller leer essen!..u nd anlässlich meiner Ch-Besuche geniesse ich regelmässig die gute CH-Küche mit freundlichem Personal, denn eine kleine "Dorfbeiz" ist mir lieber als 5 Sterne mit Kaugummi unter der Tischplatte !

Marc Dancer

14.09.2017|03:18 Uhr

Gastronomie moutierte in den letzten Jahrzehnten zur Verpflegungs- bzw. Massanbfütterungsindustrie. Doch es gibt sie noch die kleinen Landbeizen, mit lokalen frischen Produkten, Familienbetriebe oft mit "angehängtem" Bauernbetrieb, auch die (ab-) gehobene Punkte- od. Sterne-Gstronomie, die alle ihre Nischen beackern. Alles andere wurde zum Gewurstel vom Typ Migros-Restaurant, bis Strassenküche inkl. Kleinstbuden. Angebote vom Döhner bis zum vietnamesischen Reisschüsselchen "befriedigen" den Hunger von eiligen Konsumsklaven zwischen Bahnhof und Arbeitszelle! Der "Gast" wird zum reinen Objekt!

Die News des Tages aus anderer Sicht.

Montag bis Donnerstag ab 16 Uhr 30