Die Enteignung des Bauern Ueli K.

Hinter dem vermeintlichen Pferdequälerskandal in Hefenhofen verbergen sich ­Intrigen, die wenig mit Tierschutz zu tun haben. Mit der überstürzten Räumung des Kesselring-Hofs machten sich die Thurgauer Behörden zum willfährigen Vollstrecker fanatischer Aktivisten.

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Von Claudia Schumacher
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Kommentare

Ulrich Hertig

20.09.2017|06:47 Uhr

Dieser Bauer hat keine Chance gegen die übermächtige Politik und Verwaltung. Die heutigen Behörden-Vertreter können auf Kosten der Steuerzahler gegen Bürger Prozesse führen ohne geringste Gefahr für die eigenen Finanzen, üblicherweise durch alle Instanzen bis vor Bundesgericht. In meinen Augen werden die Gerichte immer mehr als Teil der Verwaltung verstanden. Ich sehe folgende herausragende Beispiele: die Verfolgung der Sozialinspektorinnen Zopfi und Wyler oder die kalte Enteignung der kleinen Gruppe Ferienhausbesitzer auf einem unbedeutenden Teil des Heidenweges Richtung Petersinsel am Bielersee. Und die Politik geht voran, Volksentscheide die ihr nicht passen werden bis zur Unkenntlichkeit zurecht gebogen. Wir sind auf dem Weg zu einer Bananenrepublik. Ulrich Hertig

Bruno Mair

14.09.2017|08:08 Uhr

@Schneeberger. "Ich wuchs auf dem Bauernhof auf und weiss, dass es immer Tiere gibt, die am Boden liegen, ein schmutziges Fell haben, sich irgendwo verletzen, klapperig aussehen. Bin ich deshalb Tierquäler?" Antwort: Und macht dies jetzt die Sache besser? Nur weil Sie dort aufgewachsen sind und sich an dem nicht (mehr)stören? Dann sind Sie ganz einfach auf einem Bauernhof aufgewachsen, ohne Referenzen. Schlechte Beispiele machen die noch schlechteren nicht besser!

Bruno Mair

12.09.2017|12:48 Uhr

@Gödl. Die Echtheit der Fotos wurden überprüft. Demnach hätte man die Pferde endgültig verhungern sollen...? Nach Ihrer Meinung ist es umstritten, ob man diesen Mann, Tierquäler nennen darf. Dann sagen wir es mal so. Wegen Überforderung des Besitzers, mussten die Tiere hungern und immense Qualen erleiden. Geht es Ihnen jetzt besser? @Baiker. Ich beneide Sie. Aus der offensichtlich schlechtesten Situation, finden Sie immer was gutes, selbst wenn ein rechtsradikaler, in eine grosse Menge Menschen fährt. Einen peinlicheren Vergleich gibt es wohl kaum. Hauptsache Sie Schlafen gut!

Martin Schneeberger

12.09.2017|09:31 Uhr

@Mair @Birnboym: Ich wuchs auf dem Bauernhof auf und weiss, dass es immer Tiere gibt, die am Boden liegen, ein schmutziges Fell haben, sich irgendwo verletzen, klapperig aussehen. Bin ich deshalb Tierquäler? Sicher, denn das wird fotografiert und auf Social Medias angeprangert. Der Zweck des Tierschutzes ist hier die Vermenschlichung der Nutztiere. Anderseits sehe ich Massentierhaltung, Massenschlachtungen (25000 Tiere täglich an 1 Schlachthof), da sagt kein Tierschutz etwas. Cui bono? Mediengeilen Schreibtischtätern und sensationslüsternen Medienkonsumenten (sprich: den heutigen Experten!)

Christine Joos

12.09.2017|09:15 Uhr

"Die Familie war Pferdelieferant der Armee". Das reicht nicht als Gütezeichen. Paul Schockemöhle wurde wegen Tierquälerei angezeigt: er schlug Pferden mit einer Holzstange geben die Beine, um sie zu höherem Springen zu zwingen. Auch er hatte einen "Namen", als Springreiter und Züchter. Pferde werden im Sport als Geldquelle gesehen. An Hofreitschulen führen sie Kunststücke vor, von denen ich gar nicht wissen will, wie sie ihnen beigebracht werden. Wer nicht fühlt, dass Tiere fühlen, wird Tierquäler bleiben. Da muss man sich nichts vormachen. Nur Gesetze dämmen das ein. Ausser in der Forschung.

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