«Vom Feld bis auf den Teller»

Die Vorlage zur «Ernährungssicherheit» ist kaum umstritten. Ein ­Fehler: Der neue Verfassungsartikel öffnet ­Regulierung und Bevormundung Tür und Tor.

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Alex Baur, Redaktor

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Kommentare

Rainer Selk

12.09.2017|12:30 Uhr

@Thoma. "Nachhaltigkeits-Zertifizierer"Wir hatten bis ca. 2005 die Manie der 'Qualitätszertifikate' u.a. nach ISO. Dann kam heraus, dass solche Zertifikate 'gekauft' werden konnten. Die Abläufe + QS Standars hatten die Mitarbeiter der unteren Ebenen umzusetzen. Auf GF Ebene haperte es damit bereits damals gewaltig + rasche GF Wechsel warfen vor allem im IT Bereich alles durcheinander. Nachschulungen entfielen (Kosten). Die Zertifikate hingen zwar an der Wand, aber Handbücher waren nicht à jour. "Nachhaltigkeits-Zertifizierer" brauchen 'Oberhirten-Kontrolle'. Ha, ha, ha. Haltbarkeit????

Daniel Thoma

10.09.2017|11:17 Uhr

Bei Annahme dieses Verfassungsartikels müssten bereits nach 2 Jahren entsprechende Gesetzesvorschläge auf dem Tisch liegen. Nicht erst 2027. Die Landwirtschaft ist aktuell lückenlos mit Regulierungen und minutiösen Subventionen eingedeckt, was u.a. zur Übernutzung der Alpweiden führte und Import-Zufutter notwendig machte. Ich bin gespannt, wie der Lobby-Haufen zu Bern den Spagat zwischen sog. Nachhaltigkeit und weniger administrativen Aufwand zustande bringen will. Die "Nachhaltigkeits-Zertifizierer" wachsen immerhin wie Pilze in jeder Branche aus dem Boden. Scheint ein neues Eldorado zu sein.

Rainer Selk

08.09.2017|19:20 Uhr

BR S.A. liess in seinen verbalen Zustimmungsdarlegungen im Radio andeutungsweise wissen, dass eigentlich heute alles bereits geregelt ist, was diese neue 'Gesetz' nun noch 'will'. Also, für oder gegen was stimmen wir hier genau ab? Was genau hinter dieser seifigen Gesetzesvorlage steht bzw. was die Auswirkungen sein werden, bleibt nebulös. Darum lehne ich das ab, jenseits von Auslandseinkäufen.

Hans Baiker

08.09.2017|01:04 Uhr

Der neue Landwirtschaftsartikel bringt wie bei der Finanzwirtschaft, der Energiewirtschaft, die Pseudo-Verstaatlichung und Umwälzung der Eigentumsverhältnisse. Feineingefädelt von linken SR. Wiederum wehrt sich kaum jemand dagegen. Weshalb? Angst um die eigene Karriere, Angst vor derlinken Hysterie ?

Rainer Selk

07.09.2017|15:46 Uhr

Diese Vorlage 'glänzt' m. E. durch das, was sie nicht explizit sagt. Vor einiger Zeit erwähnte BR S-A nebenbei, die täglich Einfuhr von gekauften Lebensmitteln ennet der Grenze etc. müsste auf CHF 100.-/Person + Tag reduziert werden. Ist diese Vorlage am Ende eine versteckte Subvention für Migros, COOP + Co., die, sollte das angegnommen werden, in der Folge ihre Preise nach oben anpassen? Und wann kommen dann die Vorschriften für 'nachhaltige' innerschweizer Hotellerie-Ferienpflichten, mit Eintrittsgebühren in jeweilige Wanderwege, Wälder usw.? Auf Grüner Seite schwafelt man davon!

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