Tamedias unmöglicher Spagat

Die Neuorganisation der Redaktionen im Tamedia-Konzern läuft auf einen Abbau der publizistischen Leistung hinaus. Dabei könnte sich das Unternehmen eine langfristige Strategie leisten.

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Alex Baur, Redaktor

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Von Claudia Schumacher
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Kommentare

Jürg Brechbühl

01.09.2017|21:01 Uhr

Mich stört, dass als Begründung die schwindenen Anzeigen repetiert werden. Es verschwinden ja auch die Leser. Auf eine eigenartige Weise ist der Niedergang der Tageszeitungen die direkte Auwirkung des Grosserfolges der Alt-68er nach ihrem Marsch durch die Institutionen. Sie haben die Wahrheit nach ihrem Bild zurechtgerückt, manipulieren den öffentlichen Diskurs. Jetzt gibt es schlicht keine abweichenden Gesichtspunkte mehr, keine Neuerungen. News haben Null Informatîonswert, weil sie Klischees repetieren, die wir ja schon gehört haben. Wir haben es satt, uns anlügen zu lassen.

Jürg Brechbühl

01.09.2017|20:56 Uhr

Die Mainstream Tageszeitungen sind für ein linkes, braves, konformistisches Publikum von Bürolisten zugeschnitten. Die meisten Leser langweilen die immer selben Klischees, die die Realitäten beschönigen, zurechtbiegen. Wir haben es geraudeheraus satt, uns antiamerikanische poltische Propaganda in hundert Nuancen anzuhören und uns erzählen zu lassen, dass wir die Ursache der Masseneinwanderung aus Afrika sind. Solange TA sich nicht besinnt und auf Informationen statt linker politischer Propaganda zu setzen, verschwinden die Leser und damit die Anzeigen. Jürg Brechbühl, Eggiwil

Alex Schneider

31.08.2017|11:39 Uhr

Soziale Medien und DemokratieMit dem Aufkommen der sozialen Medien wird offensichtlich, dass die neutralen Informationen der etablierten Medien, aber auch die veröffentlichten Meinungen und Kommentare der Journalisten und der gewählten Politiker ihre bisher unbestrittene Leitfunktion verloren haben. Das bekommen insbesondere die Printmedien zu spüren. Die Meinungsbildung im Volk wird aber durch die sozialen Medien breiter abgestützt und damit die Indoktrination durch die Mainstream-Medien erschwert. Für die Demokratie ist dies grundsätzlich ein Gewinn.

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