«Pufferstaat im Interesse Europas»

Der Historiker André Holenstein misstraut der heldenhaften Schweizer Freiheitsrhetorik des 1. August. Pointiert hält er dagegen: Dass es die Schweiz überhaupt gibt, verdanken wir Europas Grossmächten. Die Schweiz, eine Willensnation des Auslands?

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Alex Baur, Redaktor

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Kommentare

Hans Baiker

31.07.2017|20:15 Uhr

Lips: Ihren Standpunkt in Ehren. Nur der Genderismus und Sozialismus machen aus dem männl. Nachwuchs feminisierte Weicheier. Die WEA hat die gleichen Wurzeln. Militär- und Landwirtschaftsbudet bleiben für die Linke ein rotes Tuch. Historisch hat in den letzten 100 Jahren die FDP immer alsletzte Gegenwart und Zukunft richtig eingeschätzt (Prototyp Fluri). Der Mehrheit der per Verwaltungsakt eingebürgerten Neuschweizer ist unser Staatsverständnis so gut wie egal.Die Politik richtet sich nach den Medien. Hier müsste manansetzen.

George Lips

31.07.2017|12:37 Uhr

Klar der Mann ist europhil und viel zu freundlich zu unseren Nachbarn. Als richtiger Historiker hätte er die Originalquellen in den Aussenministerien Frankreichs, der Habsburger und andern Freunden/Gegnern der Eidgenossen konsultieren müssen. Das hat er nicht getan und ist daher nicht kompetent genug. Die Eidgenossen wurden mehrmals in Kriege hineingelockt um die Kohlen für andere aus dem Feuer zu holen. Eklatantestes Beispiel sind die Burgunderkriege,wo sie die neue Mittelmacht Burgund liquidierten. Franzosen und Habsburger lachten sich dabei kaputt. Tolle Freunde! Den Kriegsschatz verlauerten sie.

Hans Baiker

29.07.2017|00:36 Uhr

Hollenstein darf sich nicht mit dem Mainstream anlegen, sonstkann er seine Existenz riskieren. Gewinner seiner Vision ist die EU, totaler Verlierer wird der CH-Bürger. Eine gegenläufige pol. Ordnung wie die CH verschwindet. "In der EU bestimmt nicht der Bürger über seine Zukunft" sagte Schulz. In der EU haben sich die kleinen Mitgliedstaaten den dominanten wie BRD zu fügen. Brüssel hat Weltmachtambitionen, bekämpft den "Rechtspopulismus". Soweit die EU als Erfolgsgeschichte gilt, ist es mit der Rolle des Hegemons USA erklärbar.

Rainer Selk

28.07.2017|08:51 Uhr

@Dancer. Das nennt man Abgabe von Souveränität + Selbstbestimmung, hier in Richtung EU, deren Struktur zutiefst undemokrtisch ist. Während Länder ein 2-Kammerb-System haben (CH: Nat.- + Ständerat), die der Regierung Aufträge erteilen, hat das EU Parlament zwar Vorschlagsrecht versus EU Kommission, die aber nicht gewählt ist und sich an jene Vorschläge des EU Parl. nicht halten muss! Haben EU Länder den EURO übernommen hat, ist es mit der Souveränität praktisch vorbei. Wer das nicht wahrhaben will, läuft direkt in die EU Diktatur. Der bilat. Anschlussvertrag Schweiz-EU ist abzulehnen!

George Lips

28.07.2017|03:13 Uhr

Die einseitige Sicht dieses Pseudo Historikers geht mir schlicht auf den Wecker. Der hat vergessen welchen anhaltenden Ruf und Respekt in allen umgebenden Staaten die brutale Kriegsführung über Jahrhunderte die unwägbare Schweiz hinterlassen hat. Alle Armeen um die Schweiz herum wurden besiegt. Warum wohl gab es den ewigen Frieden der Franzosen mit der Schweiz, warum? Die hatten Respekt und Angst vor ihrem östlichen Nachbarn, mehr noch als vor dem noch nicht existierenden Deutschland. Sie wussten allerdings auch wie dumm Schweizer Politik war, so wie sie auch heute noch als dumm wahrnehmen können.

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