Hart auf hart

Theresa May wünscht der EU alles Gute,solange Grossbritannien seinen Wunschdeal mit Brüssel bekommt. Ansonsten kann sie für nichts garantieren.

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Von Wolfgang Koydl
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Kommentare

Bernhard Zueger

23.01.2017|15:51 Uhr

Theresa May hat eine grossartige Stellungnahme abgegeben. Sie hat unmissverständlich erklärt, dass die UK ein nach wie vor sehr gutes Einvernehmen mit der EU will. Aber auch, dass sie sich nicht länger fremdbestimmen lassen, sondern eigene Gesetze haben wollen. Das schliesst Handelsverträge, freien Warenverkehr und Offenheit gegenüber der ganzen Welt nicht aus. Sie hat nicht gedroht, sondern im Gegenteil erwähnt, dass Drohungen gegenüber GB kontraproduktiv wären und allenfalls allen Schaden zufügen würden.

Bruno Mair

19.01.2017|22:22 Uhr

@Baiker. Für einen Alleingang muss man die Schotten nicht kennen! Die Fragen auch nicht Herr Baiker, ob sie sich jetzt von GB trennen oder nicht... Ihre Frage an mich ist völlig überflüssig und tut nichts zur Sache!

Daniel Thoma

19.01.2017|19:46 Uhr

Man könnte es auch so sagen: Bei einem guten Kompromiss gehen beide Seiten gleichermassen unzufrieden vom Verhandlungstisch. Im Gegensatz zur willensschwachen CH-Regierung (MEI wird wortgetreu umgesetzt, um dann kurz vor in Kraft treten der Übergangsregelung, ein genau gegenteiliges Gesetz zu verabschieden). UK ist erfahrungsgemäss eher bereit, sich nötigenfalls auf eine allfällig harte Periode einzustellen, als klein beizugeben. May's "Ansage" diente somit auch zur Einstimmung ihrer Landsleute. @Baiker: unseren Finanz-/Wirtschaftsstandort pflegen wir selber zu schwächen. Brexit hin oder her.

Hans Baiker

19.01.2017|18:13 Uhr

Mair: Wie gut kennen Sie Schottland und wie vertraut sindsie mit der schott Mentalität? Wie ich das einschätze,würde Schottland als selbständiger Staat in der EU zu einemnordischen Griechenland, Rumänien, Bulgarien. Die Schottenbrauchen jemand der zuverlässig Manna liefert. Die schott.Firmen, die ich kannte, litten alle an kollektiver Selbstüberschätzung.

Kurt Brugger

19.01.2017|13:04 Uhr

Es wäre nicht falsch, wenn die Politgrössen der Schweiz ein Auge- und Ohr-voll nehmen würden. Theresa May und ihre Adlaten werden den kleinen Gernegrossen in Brüssel mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das schiere Staunen beibringen. Die voreilige Ankündigung von Entlassungen der CH-Banken in London, scheint mir nicht besonders klug zu sein. Den Finanzplatz London werden die Briten weiter ausbauen, ohne das Korsett der EU. Der CH-Finanzplatz wird Federn lassen müssen. Es sei denn, Politik und Finanzwirtschaft parieren clever und nicht EU-hörig. Keep cool and carry on!

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