Diskriminierungsmärchen

Der Bundesrat will die Lohngleichheit in Firmen staatlich beaufsichtigen. Er muss sich mit seinen Vorschriften aber beeilen, sonst sind die Differenzen bald von selbst verschwunden.

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Alex Baur, Redaktor

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Kommentare

Meinrad Odermatt

17.07.2017|13:14 Uhr

Ganz generell: Die unvorstellbar "geniale" Idee, die Eigenverantwortung, die Motivation, den Wettbewerb, die Kreativität, den Kapitalismus, das Eigentum, ja die gesamten freiheitlichen, sozialen und solidarischen Völkerstrukturen der Menschheit, auf denen die heutige Zivilisation beruht, mit nur drei (bei näherem Hinschauen nicht einmal zutreffenden) moralischen "Killer-Scheinargumenten" totzuschlagen, müsste mit einem Preis ausgezeichnet werden. Die drei Argumente lauten: Diskriminierung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Universell jederzeit gegen alles anwendbar. Klasse-Erfindung!

Marco Bless

14.07.2017|18:18 Uhr

"SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat einen Gesetzesentwurf vorgestellt, der zu einer staatlichen Aufsicht über die Löhne in mittleren und grösseren Firmen führen soll."Das Politbüro hat also wieder mal ein Ei ausgebrütet. In sozialistischen Staaten ist das Alltag. Wer sich erinnert, wie es mal war, als die Schweiz noch ein freiheitlicher Staat sein wollte, darf darüber nicht erstaunt sein.Paradoxerweise auch noch nur für die grossen Unternehmen; als ob die nicht schon längst von politisch korrekten Ausländern geführt würden.. also eine reine Arbeitsbeschaffung für Staatsbedienstete.

rolf kielholz

13.07.2017|14:25 Uhr

So ist es, Herr Borner: 15 Jahre in der GL einer Grossfirma sind für mich Beweis genug, dass die Lohnunterschieds-Diskussion zwischen Mann + Frau auf den Müllhaufen der Geschichte gehört. Ein Chef, der bei einer erwiesenen Gleichheit dem viel teureren Mann den Vorzug gegenüber der Frau gibt, ist des Amtes zu entheben: allein aus betriebswirtschaftlichen Gründen! Es würde mich zudem interessieren, woher eigentlich die Vergleichsbasis in dieser unsäglichen Lohndiskussion genommen wird. Lohnunterschiede gibt es bekanntlich zwischen Mann + Mann, genauso wie zwischen Frau + Frau: noch Fragen ?

Regula Neukomm

13.07.2017|07:35 Uhr

Die so genannten "nicht erklärbaren Lohnunterschiede", die dann flugs zur Diskriminierung verteufelt werden, sind vor allem auf unterschiedliche Präferenzen der Geschlechter (zu allen möglichen Lebensfragen) zurückzuführen. Frauen legen im Durchschnitt mehr Wert auf Familie und Soziales, was weniger im Monetären stattfindet. Erkennen die Gleichmacher denn nicht den Wert dieser Unterschiede?! Kann man wirklich so dumm sein zu glauben, dass es uns besser geht, wenn wir alle gleich sind - auch Männlein und Weiblein?! Antwort: ganz offensichtlich und leider ja!

Regula Neukomm

13.07.2017|07:29 Uhr

Nicht nur Strehle & Co, sondern auch unsere eigene Regierung (und zunehmend die immer mächtigere Verwaltung) impft uns mit dem Geistesgift des Gleichheitswahns. Diese virtuellen Giftmischer manipulieren uns mit so genannten wissenschaftlichen Studien, die an den geistesgiftenschaftlichen Fakultäten unserer Unis produziert werden, um uns zu täuschen und die letzten Überreste von Freiheit und Vielfalt auszurotten. Unsere real existierenden Tuis sind noch viel zahlreicher und mächtiger als in B. Brechts Turandot oder der Kongress der Weisswäscher.

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