Blut lügt nicht

Neue bahnbrechende Analyse-Methoden machen es möglich, im Blut schwimmendes Erbmaterial zu ­entziffern. Eine simple Blutprobe kann so ziemlich alles über den biologischen Zustand des Menschen verraten. Nicht nur die Vergangenheit, auch künftige Gesundheitsrisiken werden lesbar.

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Kommentare

Jürg Brechbühl

01.06.2017|17:47 Uhr

Ich finde den Artikel ein gelungenes Beispiel von Wissenschaftsjournalismus.Es wird der Versuch einer Anwendung von Resultaten aus der Spitzenforschung beschrieben. Dass next generation sequencing enorme Datenmengen produziert, ist das eine. Das andere ist, dass diese Daten dann wieder von Menschen interpretiert werden müssen. Ich habe in der Epigenetik Vorlesung gemerkt, dass dabei ziemlich überkommene theoretische Paradigmen aus der Biologie den Erkenntnisgewinn behindern. Die Gefahr ist ziemlich gross, dass sich die Leute in einer Vorstellungswelt verrennen. Jürg Brechbühl, dailyecologis

Jürg Brechbühl

01.06.2017|17:45 Uhr

Peer reviewed publiziert und in einer zweiten Studie repliziert ist die Feststellung, dass in der Zellbiologie nur jede sechste Forschungsarbeit repliziert werden kann. Fünf sechstel der akademischen Erkenntnis auf diesem Gebiet ist bullshit und dürfte gar nie in die journals gelangen. Zum Teil sind die Methoden so schlecht dokumentiert, dass von Anfang an die Forscher eigentlich gar nicht wissen, was sie da gemacht haben. Bis die Spreu vom Weizen getrennt ist, vergeht noch viel Zeit. So schnell kommt keine funktionierende Anwendung!

Marc Dancer

01.06.2017|06:25 Uhr

Die immer noch sündhaft teuren "Blutauffrischung", "Jungzellenkuren" etc. weden durch alle Mächtigen intensiv genutzt. Das ist nichts Neues! Die Suche nach dem ewigen Leben, od. zumindest sehr langem Leben wird grosszügig mit praktisch unbegrenzten Mitteln unterstützt! Dass dies natürlich eine exklusive Sache bleiben muss, ist angesichts der Welt-Überbevölkerung wohl klar! Aber vielleicht geht's auch in die entgegengesetzte Richtung, Massen-Konrolle der Wachstumsraten! Alles ist möglich!

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