Was ist los im Kanton Neuenburg?

Die Wähler schätzen es, dass nach Jahren wieder Ruhe in die Regierung eingekehrt ist. Die Konkurrenz ­zwischen dem Kantonsteil am See und jenem in den Bergen erschwert allerdings dringend nötige Reformen. Der Absturz der SVP im Parlament ist schwindelerregend. Ich sehe dafür mehrere Gründe.

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Kommentare

Mario Meier

11.04.2017|06:56 Uhr

Ja was ist los im Kanton Neuenburg? Raphaël Comte kratzt hier nicht einmal am Staub des Lacks.Seid dem Abgang von Claude Frey, (fast Bundesrat) mit noch 3/4 intakter freisinniger Einstellung hat diese Partei längst an Glaubwürdigkeit verloren. Die SVP hat es nicht geschafft die Lücke zu füllen weil kompetente Köpfe unter Y.Perrin nie richtig gesucht und installiert wurden. Kommt dazu, dass NE das Ausländer Wahl-und Stimmrecht kennt und in der letzten Abstimmung fast noch die Wählbarkeit von Ausländern in die Regierung nur knapp verworfen hat. Wo Industrie ist, ist Links immer stark../.

Mario Meier

08.04.2017|15:57 Uhr

./.Der NFA einst als Solidaritätsgeste gedacht wird rigoros genutzt. Noch nie in der Geschichte der Uhrenindustrie hat man soviel Profit generiert, aber scheut sich nicht sich in "roten Zahlen" über Jahre zu suhlen im Wissen, dass irgendwoher eine Geldquelle plätschert. Hier ist die FDP schon längst im linken Lager. Spätestens seit der Fusion mit der LPS (PLS) ist der Linksrutsch unübersehbar vollzogen. Aubert, Felber, Matthey (halbe Stunde, zum Glück nur) und jetzt Burkhalter. Mit welchem Recht stellt ein unterhaltsbedürftiger Kanton im föderalistischen System, im Abonnement einen Bundesrat?

Mario Meier

08.04.2017|15:42 Uhr

./. Der Kanton Neuenburg ist Spitze...in allen Negativstatistiken. Nicht nur, dass man "Sans Papiers" aus allen Herren Ländern pflegt, nein sogar in den von Raphaël Compte erwähnten Spitälern hat man sie als praktizierende Ärzte. Nicht, dass die Spitäler nichts wert wären, aber bei der Steuerbelastung des Kantons verschlägt es logischerweise keine Koriphäen dorthin.Vom Steuersubstrat entlöhnte Angestellte der Administration ziehen es ohne Scham vor in einem Steuer-KK-günstigeren Kanton zu wohnen. Der pro Kopfanteil an Administrationsangestellten sucht schweizweit seinesgleichen. ./.

Mario Meier

08.04.2017|15:26 Uhr

./. Nach der Uhrenkrise konzentrierte man sich traditionell wieder auf den Aufbau der Monoindustrie welcher dank dem kolossalen Aufwand ein paar weniger wieder in Schwung gebracht wurde. Lange Zeit dümpelte der Kanton in der Performance im nationalen Mittelfeld. Steuerbefreiung mit "Damoklesschwert" über den Köpfen der Arbeiterschaft wegen absehbarem Arbeitsplatzverlust der für 10 Jahre steuerbefreiten Firmen und trieb die jetzt mit Wahl-/Stimmrecht ausgerüsteten Ausländer mit C-Schein direkt in die Arme der Kommunisten, SP und der unzimperlichen Unia. Die Folgen sind heute klar erkennbar../.

Markus Spycher

06.04.2017|15:19 Uhr

>> "...mehr Berichterstattung über den Röstigraben.." Stimme zu 100% zu. Der vom 'Tagi' gestützte Berner "Bund" bringt z.B. zu nahezu 100% keine Nachrichten über das zum Kanton BE gehörende Vallon de St.-Imier. Welcher Berner weiss, wo Ortschaften wie Nods oder Orvin liegen? Und an der Kantonsgrenze zwischen Bern und Neuenburg findet man in Kiosken Zeitungen wie der 'Bund' und BZ schon gar nicht. Würde mich nicht wundern, wenn Moutier zum Kt. Jura abhauen möchte. Die Volksschulen im Kt.Jura sind meines Erachtens besser als im Kt. Bern.

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