Intern: Reformation, neue ­Kolumnisten, Ananaskönig

Zuerst einmal: Alles Gute zum neuen Jahr, viel Erfolg, Glück und hoffentlich anregende Lektürestunden mit der Weltwoche. Wir freuen uns, liebe Leserinnen und Leser, dass wir auch in diesem Jahr für Sie schreiben dürfen. Wir sind uns bewusst: Sie sind anspruchsvoll, schätzen ­eine unkonventionelle Zeitung und erwarten, dass wir Sie inspirieren und zu ­guten Diskussionen anregen. Wir freuen uns darauf, diese Herausforderung auch in diesem Jahr anzunehmen.


Am 31. Oktober 1517 nagelte der deutsche ­Augustinermönch Martin Luther seine 95 Thesen gegen den päpstlichen Ablass-Schacher an die Türe der Wittenberger Schlosskirche. Es war der Beginn der Reformation vor bald 500 Jahren. Fast gleichzeitig erwachte in der Schweiz die Glaubenserneuerung. Die Hauptrolle spielte der Bauernsohn Ulrich «Huldrych» Zwingli. Der schöpfte Mut dank Luthers kämpferischer Art, wirkte dann über Luther hinaus auf die ganze, vor allem die ­angelsächsische Welt. Wie und ­warum genau, das beleuchten wir in der aktuellen Ausgabe mit namhaften Autoren: Der preis­gekrönte deutsche Reporter und ehemalige Dominikanermönch Hans Conrad Zander schreibt über Zwinglis legendäres Treffen mit Luther. Der Kirchenhistoriker Diarmaid MacCulloch, Universität Oxford, ordnet Zwingli in den Kontext der Reforma­tion ein. Zudem beschäftigen sich die Welt­woche-Autoren Roger Köppel, Peter Keller, Rolf Hürzeler und der Theologe Peter Ruch mit weiteren Facetten dieses Schweizer Rebellen, der allerdings ein Rebell wider Willen war. Seite 20 bis 31


In eigener Sache: Zum Jahreswechsel dürfen wir Ihnen ein paar Veränderungen vorstellen. Der Schweizer Schriftsteller Linus Reichlin kehrt zur Weltwoche zurück. Jahrelang schrieb er die ­beliebte «Moskito»-Kolumne, als wir noch im Zeitungsformat unterwegs waren. Der brillante Autor widmet sich unter dem langjährigen Lesern vertrauten Titel «Unten durch» dem Leben aus der Sicht eines heterosexuellen weissen Mannes, einer fast schon bedrohten Spezies auf unserem ­Planeten. Gleichsam als Gegenakzent schreibt unsere Redaktorin Claudia ­Schumacher ihre neue Kolumne «Fast verliebt». Beide Rubriken finden Sie im Kultur- und Gesellschaftsressort. Ebenfalls jede Woche, passend zum Reformationsjahr, nimmt sich der reformierte Schweizer Theologe Peter Ruch ­eine Bibelstelle vor, die er für Sie auslegt, ­damit die grosse Bildungslücke bei unserer Bibelkenntnis beziehungsweise der unglaubliche Schatz an Gedanken, der in diesem Buch liegt, geschlossen respek­tive gehoben werden kann.


Zur Orientierung: Die Leserbriefe mit der Rubrik «Darf man das» sind neu prominent auf der letzten Seite zu finden. Wir bitten unsere Leser um kurze und bündige Zuschriften. Längere Zusendungen haben die Chance, als «Gegen­rede» veröffentlicht zu werden. Die Auswahl erfolgt allerdings, wie Sie es von uns erwarten, nach strengsten Kriterien.


Als Weltwoche-Reporter Philipp Gut auf der Plantage von «Ananaskönig» Johann Dähler in der Elfenbeinküste ankam, staunte er nicht schlecht: Er wurde mit einem Transparent empfangen, und die Stadtmusik von Tiassalé spielte die Schweizer Nationalhymne. Gut ­begleitete «Gipfelikönig» Fredy Hiestand, der Dähler nicht nur hilft, die im Bürgerkrieg ­verlorenen Plantagen wiederaufzubauen: Der Backwarenpionier setzt auf eine neue biologische Mischkultur, die rentieren soll. Seite 58

Ihre Weltwoche

Lesen Sie auch

Mutig, mutig

Mit «Blackout» meldet sich SRF in der öffentlichen Debatte zurück. ...

Von Alex Baur
Jetzt anmelden & lesen

In Parfüm gehüllt

Ein Jahr nach den Terroranschlägen schwankt die französische Hauptstadt z...

Von Peter Keller
Jetzt anmelden & lesen

Kommentare

Bruno Mair

09.01.2017|01:42 Uhr

@Bauer... und wieso weist man nicht alle Ausländer, in deren Länder wo diese her kommen, aus? Die Frage ist so dumm wie Ihre. Jedoch anschliessen wohl das zwingende Resultat! Möchten Sie die Frage nochmals stellen?

Wolfgang Bauer

07.01.2017|14:40 Uhr

Weshalb weist man nicht alle Muslime aus Europa wieder aus und macht die Grenzen wieder dicht und sicher, so wie viele muslimische Länder, wie z.B. Saudi-Arabien, das auch mit uns Christen tun? Man muss Andersgläubige ja nicht gleich auspeitschen und umbringen, so wie es die Saudis praktizieren.Warum lassen wir Hunderttausende muslimischer Analphabeten unkontrolliert u. unreflektiert nach Europa einreisen, um uns nachher mit einem riesigen personellen u. finanziellen Aufwand vor deren Terroranschlägen schützen zu wollen? Nicht alle Musel sind Terroristen, aber alle Terror. sind Muslime!

Die News des Tages aus anderer Sicht.

Montag bis Donnerstag ab 16 Uhr 30

Die Redaktion empfiehlt

Boomende Angst-Kliniken

Obwohl es uns so gut geht wie nie zuvor, nimmt die Angst epidemische Zü...

Von Beda M. Stadler

Irgendwie, irgendwer, irgendwo

Kurz vor der Neuauflage des Prozesses gegen Erwin Sperisen in Genf wollte S...

Von Alex Baur

Kann man damit zum Mond fliegen?

Für Schlagzeilen sorgte ihre Geschlechtsumwandlung: Beat Knecht ist se...

Von Florian Schwab