Lob der Spekulation

Spekulanten gehörten nie zu den sympathischsten Zeitgenossen. Zu wenig nachvollziehbar sind ihre ­Geschäfte. Das ist nicht überraschend, tun sie doch ziemlich das Gegenteil dessen, was die breite Masse tut. Doch gerade darin liegt ihre wirtschaftliche ­Bedeutung. 

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Alex Baur, Redaktor

Kommentare

Alex Kantcheli

29.02.2016|11:42 Uhr

Eigentlich ist es einfach. Speculare heisst vorausschauen. Bei Strafe von Geldverlust muss der Spekulant besser Entwicklungen antizipieren. Dadurch entsteht ein Marktsignal, welches Mangel- und Ueberflussperioden dämpft.

Jürg Brechbühl

27.02.2016|09:14 Uhr

So wie der Artikel das beschreibt, ist Spekulation monothematisch auf Risikominderung bei der Preisbildung ausgerichtet. Wie aber wirkt sie zurück auf die real möglichen Massnahmen zur Risikominderung bei der Ernährungssicherheit? Das wären verbesserte Lagerhaltung, verbesserte Verarbeitung, verbesserter Transport, besser zugängliche lokale Verkaufsmärkte. Die Swiss Re entwickelt seit ein paar Jahren Versicherungsprodukte, die zum Beispiel Ernten in Dritte Welt Ländern gegen Dürren versichern. Das scheint präziser an die tatsächlichen Risikosituationen angepasst. Jürg Brechbühl, dailyecologist

Felix Lambrigger

26.02.2016|08:00 Uhr

Die Initianten der Anti-Spekulations-Inititative reden gerne davon, dass den armen Menschen in Afrika das Essen verteuert wird. Was für ein Blödsinn. Die in den meisten afrikanischen Ländern gebräuchlichen Frund-Nahrungsmittel sind gar nicht in diesem System drin. Und auch wenn die Spekulation völlig wegfiele, würde mein Brot und Fleisch nicht günstiger. Aber mancherorts würde wahrscheinlich zu wenig produziert, weil zeitweise niemand die Produkte abnimmt.

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