Der Konsens, den es nie gab

Der Berner Chefarzt Frank Stüber verfügt entgegen dem Reglement des Inselspitals eigenmächtig über Millioneneinnahmen seiner Klinik. Die unterstellten Ärzte hätten ihm diese Entscheidungsvollmacht im Konsens übertragen, behauptet die Spitalleitung. Doch davon kann keine Rede sein.

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Alex Baur, Redaktor

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Kommentare

Rainer Selk

10.02.2016|12:00 Uhr

Wunderbar: man reglementiere die regulierten Reglemente. Anders gesagt: die Katze, die sich in den Schwanz beisst. Dagegen hilft keinerlei Korruptionsverhütung. Auch gilt: ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich dann ganz ungeniert. Und man kommt vom Eindruck nicht weg, dass das für 'Schrebergartendenkenbern' ganz besonders zutrifft und zwar für die polit.-Verhältnisse in der Stadt und im Kanton. Abklemmen der Überweisungen aus dem Finanzausgleich würde allenfalls helfen, aber nur in Teilen. In Bern muss ein ganz massives Umdenken einseiten, weg vom Schrebergarten und Blockwart-Verhalten.

Marc Dancer

05.02.2016|06:54 Uhr

Bern ist ein einziger riesiger Korruptions-Sumpf. Insbesondere sind die Personen zu überprüfen, die eigentlich die Aufsichtspflicht über die Insel hätten.

03.02.2016|11:35 Uhr

Die Situation ruft nach einem Reglement. Im Artikel lese ich, dass in dieser Klinik so viele Vertragsärzte sind, dass eine Konsensfindung über die Verteilung der Poolgelder einen dreiwöchigen Palaver voraussetzen täte. Also müsste man ein Reglement schaffen. Das könnte zum Beispiel nach der Anzahl Arbeitsstunden, nach der Komplexität der Behandlungen, nach der Berufserfahrung des Vertragsarztes gehen. Es könnte danach gehen, ob der eine Vertragsarzt Teile seiner Verantwortung an andere abtritt, ob sie einander gegenseitig Patienten zuweisen. Ein solches Reglement schafft Transparenz.

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