Intern

Das Zuwandern ist des Müllers Lust. In Bern, wo das Parlament die «Umsetzung» der von Volk und Ständen angenommenen Massen­einwanderungsinitiative diskutiert, spielen sich sonder­bare ­Dinge ab. Im Zentrum steht der ehemalige FDP-Chef und «Mister 18 Prozent» Philipp Müller. Dieser lässt sich von der Linken einen Vorschlag für einen so­genannten Inländer­vorrang einflüstern, der in Wirklichkeit die EU-Ausländer begünstigt und eine den freien Arbeitsmarkt beschädigende Bürokratie nach sich zieht. Für unser Titelbild liessen wir uns vom Coverboy der amerikanischen Satirezeitschrift Mad, Alfred E. Neumann, inspirieren. Doch der irrlichternde Philipp Müller ist nicht der Einzige, der sich über die Verfassung hinwegsetzt: Verschiedene Bundesräte verfolgen ihre Partikularinteressen und täuschen das Volk. Derweil zeigen die jüngsten Zahlen, dass die weiterhin sehr hohe Zuwanderung nicht die versprochenen positiven Effekte auf die Produktivität und das Bruttoinlandprodukt pro Kopf haben. In unserem Titeldossier richten wir die Scheinwerfer auf den fortgesetzten ­Betrug am Souverän. Seite 16–24


Konrad Paul Liessmann ist Weltwoche-Vize ­Philipp Gut schon länger als anregender Buchautor und brillanter Analytiker des Zeitgeschehens aufgefallen. Der Wiener Philosoph seziert auch das eigene akademische Milieu mit un­bestechlichem Blick. Wissenschaftler nähmen für sich gern in Anspruch, auf der ­Seite der Guten zu stehen, um sich damit ­gegen Kritik zu immunisieren. Im Interview spricht Liessmann über die ­österreichischen Präsidentenwahlen vom kommenden ­Wochenende und da­rüber, was mit unserem Nachbarland eigentlich los ist. Und er schwärmt von der «moralfreien Diktion» eines Karl Marx, von der die heutige Linke meilenweit entfernt sei. Seite 50


Fidel Castro war der Prototyp des Caudillo, von denen es in der Geschichte ­Lateinamerikas eine barocke Fülle gab: ein wortgewaltiger Egomane und ­Diktator, der sich als Beschützer der ­Armen aufspielt und dabei keinen ­Widerspruch duldet. Doch seine fünfzigjährige ­Regentschaft hatte weit­reichende ­Folgen für den ganzen ­Kontinent. Als Lateinamerika-Kor­respondent hat Redaktor Alex Baur über die Jahrzehnte nicht nur Kuba ­mehrmals besucht, er recher­chierte und schrieb auch zahl­reiche Reportagen über die Kon­flikte in Zen­tral- und Südame­rika, die ihre ­Wurzeln zu einem guten Teil in der ­kubanischen Revolution ­haben. In einer Rückschau gelangt Baur zu einer ernüchternden ­Bilanz: Die sozialistischen ­Experimente sind ohne Ausnahme spektakulär gescheitert, und sie haben Millionen von Menschen ins Elend ­gerissen. Das Gute: Es besteht Hoffnung, dass mit Castro die Figur des ­Caudillo endgültig in der Mottenkiste der ­Geschichte verschwindet. Seite 53


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Alex Baur, Redaktor

Kommentare

rolf kielholz

08.12.2016|11:28 Uhr

Wissen Sie was, Herr Mair, dann gehen Sie doch einmal kurz in sich + geben den wöchentlichen Lesern Ihrer hochstehenden Beiträge eine tatsächlich überraschende Kostprobe Ihres (Ganz)wissens zu einem Sachthema preis. Ihre reichlich vorhandende hohe Selbsteinschätzung dürfte dazu jedes Hindernis überwinden. Die WW-Ausgaben bieten dazu jede Woche regelmässig eine Fülle von Gelegenheiten. Wenn Sie es dabei -ausnahmsweise(!)- ohne die übliche Polemik den HH Blocher + Köppel oder allgemein der SVP und/oder der WW gegenüber versuchen würden, wäre Ihrer Glauwürdigkeit in hohem Masse gedient!

Bruno Mair

07.12.2016|15:28 Uhr

@Herr Kielholz. Das Sie angeblich "Wissen", über "Wissen" und "Halbwissen" urteilen zu können, beeindruckt mich überhaupt nicht. Im Gegenteil... Blamieren, Peinlichkeiten usw. in suggestiver Rhetorik auf die Person gespielt, finde ich persönlich bedeutend niederträchtiger. Stellt sich damit über andere und meint der "Hero" zu sein. "Ihr gut gemeinter Vorschlag" können Sie zukünftig woanders platzieren. Diesbezüglich sind Sie bei mir völlig an den Falschen geraten und verzichte gerne darauf.

rolf kielholz

05.12.2016|23:28 Uhr

Selbstverständlich, Herr Mair,überlasse ich es gerne Ihnen, wo + was Sie kommentieren wollen. Ich habe es eigentlich nur gut gemeint mit meinem Vorschlag, übrigens nicht zum ersten Mal. Genauso dürfen Sie sich natürlich auch künftig mit Ihren einseitigen wöchentlichen SVP/Blocher-Bashings blamieren + der Peinlichkeit aussetzen.Es dürfte nicht nur mir aufgefallen sein, dass es Ihnen offensichtlich nicht möglich bzw gegeben ist, sich mit Sachthemen etwas tiefgründiger zu befassen. Den Beweis dazu haben Sie durch Ihr offenkundiges Halbwissen während der letzten Monate bereits zur Genüge erbracht!

Bruno Mair

03.12.2016|11:16 Uhr

Danke für Ihr Kompliment Herr Kielholz. Vorallem ehrt mich, Ihr ständig wiederholtes Interesse an meinen Beiträgen, dass Sie auch immer wieder veranlasst, meine Kommentare zu kommentieren. Jedoch wo und was ich kommentiere, bitte ich Sie zukünftig höflichst, diese Entscheide mir zu überlassen. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hochachtungsvoll...

rolf kielholz

02.12.2016|21:25 Uhr

Herr Mair, ein Vorschlag zur Güte: Schreiben Sie doch einmal einen Ihrer hochintellektuellen Kommentare zum Beitrag von Herrn Gygi "Falsches Jobwunder". Bin sehr gespannt....

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