Intern

Die US-Wahlen sind hinter den Kulissen der Weltwoche-Redaktion ein generalstabsmässiger Anlass. Auch diesmal wurden Titelgeschichten für beide Wahlausgänge vorbereitet, ausserdem eine Variante «Hängepartie» mit entsprechenden Titelblättern. Für unsere Dossiers verpflichteten wir namhafte Autoren. Wir steigen mit dem Schwerpunkt «Präsidentschaftswahlen» ein und bieten auch im hinteren Heftteil Perlen. Seite 11–25, 58


Vor einem Jahr hat die Weltwoche erstmals publik gemacht, dass es im Umfeld der Winterthurer An-Nur-Moschee eine Zelle der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gibt. Das Raunen in den Medien war unüberhörbar: Reporter Kurt Pelda musste sich von Berufskollegen anhören, er recherchiere mit unethischen Methoden und zudem sei das Gerede vom IS in Winterthur masslos übertrieben. Selbst der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) hielt den Begriff «Zelle» für nicht angebracht. Welche Quellen könne Pelda denn vorbringen, welche Beweise, fragten Journalisten, die selbst noch nie eine Schweizer Moschee von innen gesehen hatten. Noch im April dieses Jahres behauptete Maurice Thiriet, inzwischen Chefredaktor des Nachrichtenportals Watson, dass es in der Schweiz keine «islamistischen Extremisten» gebe. Spätestens vor einer Woche wurde das als Humbug entlarvt. Die Polizei führte eine Razzia in der Winterthurer Moschee durch und verhaftete den Imam und den Vorsteher des Moscheevereins. Aus­löser war eine Recherche der Weltwoche. Nun ­wäre es gut, wenn die Behörden in anderen Kantonen ähnlich genau hinsähen. Das gilt für die beiden Basel, Bern, Luzern und den Aargau. ­Bevor die Verantwortlichen die Fakten von der Weltwoche vorgesetzt bekommen. Seite 42


Der Bundesrat spiele beim Gegenvorschlag zur Rasa-Initiative, die die Masseneinwanderungs­initiative wieder rückgängig machen will, grobfahrlässig mit seiner Glaubwürdigkeit: Dies moniert Finanzminister Ueli Maurer in einem vertraulichen Mitbericht, wie Bundeshausredaktor Hubert Mooser recherchiert hat. Seite 38


Ein Weltwoche-Leser machte Kulturchef Rico Bandle vor einigen Monaten darauf aufmerksam, dass er den Bassisten der legendären Rockband Deep Purple, Roger Glover, mehrmals in einem Musikgeschäft im aargauischen Frick angetroffen habe. Neugierig aufgrund dieser Information rief Bandle bei dem Geschäft an. Ja, es stimme, Glover sei hier Kunde, wurde ihm gesagt. Nicht nur das: Der weltbekannte Musiker be­suche wann immer möglich die Probe der Band des Ladenbesitzers – und spiele bis in die frühen Morgenstunden mit. Bandle musste noch warten, bis Glover von der Deep-Purple-Welttournee zurückkam, bis er in Frick die Band mit dem prominenten Bassisten besuchen konnte. Seite 52


In eigener Sache: Das Interesse war enorm, der Andrang sprengte den Rahmen. Gegen 700 Personen, darunter Alt-Bundesrätin Elisabeth Kopp, drängten sich in den prallvollbesetzten Millennium-Saal des Zürcher Hotels Marriott, um den Vortrag von Weltwoche-Chefredaktor Roger Köppel über «die Welt in Aufruhr» und die Situation der Schweiz zu hören. Der Anlass wurde live auf Facebook übertragen, ein Video wird auf der Weltwoche-Homepage aufgeschaltet. Um Entschuldigung bitten wir rund 100 Gäste, die kamen und keinen Platz mehr fanden! Nichts für ungut!


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Alex Baur, Redaktor

Kommentare

Marianne Levron

12.11.2016|18:35 Uhr

Das Titelblatt mit dem selbstzufriedenen, die Fäuste ballenden Trump ist jedenfalls nicht dazu angetan, diese Person sympathischer erscheinen zu lassen. Dass eine Ohrfeige sich gut anfühlen kann, ist mir neu; das gilt vermutlich nur, wenn ein anderer sie erhält... Das Trump-Vokabular scheint schon abgefärbt zu haben.

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