Furcht vor der Datenkrake

Bundesrat Alain Berset baut eine umfangreiche Gesundheitsdatensammlung auf. ­Krankenkassen und ­Politik vermissen die gesetzliche Grundlage dafür.

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Alex Baur, Redaktor

Kommentare

Barbara Biedermann

22.07.2016|07:29 Uhr

Nicht-anonymisierte Gesundheitsdaten gehören in einer Gesellschaft zu den sensibelsten Daten überhaupt. Bankdaten sind es auch, aber Einsicht in die persönlichen Gesundheitsdaten eines Menschen sind potentiell wesentlich brisanter. Diesem Umstand wird durch das Berufsgeheimnis Rechnung getragen. Es ist nachvollziehbar, dass angesichts des enormen wirtschaftlichen Potentials auch im Gesundheitswesen diverse Stakeholders nach persönlichen Daten greifen möchten. Das Zugriffsrecht auf nicht-anonymisierte Gesundheitsdaten gehört aber ausschliesslich dem Patienten und seinen behandelnden Ärzten.

Werner Widmer

21.07.2016|18:48 Uhr

Warum wird wegen dem Datenschutz immer so ein Theater gemacht? Daten, die vorhanden sind, werden genutzt. Verhältnismässigkeit hin oder her. Interessant ist gerade die Sache mit dem Bankgeheimnis. Diejenigen, die für den höchstmöglichen Datenschutz eintreten, möchten das Bankgeheimnis aber auch ganz abschaffen. Es gab schon viele Regime, die die Daten wollten. Meistens wurden sie zum Schlechten verwendet. Also keine Daten erhaben und dann sich aber auch nicht über die fehlenden Information aufregen. Siehe Terroristen-Bekämpfung.

Hans Baiker

21.07.2016|17:58 Uhr

Wie naiv soll man eigentlich sein oder noch werden. Berset, linksideologisch befangen, strebt durch die Hintertür nach der Einheitskrankenkasse, ohne sein Optimierungsprojekt als solches zu benennen. Die Krankenkassen sollen als Ergebnis vorerst einmal gleichgeschaltet werden. Linke, abgelehnte Initiativen werden im Parlament schrittweise und kaschiert umgesetzt.

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