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Den Briten den Vortritt lassen: alt Bundesrätin Calmy-Rey.
Sébastien Agnetti / 13 Photo

Micheline Calmy-Rey, Reinhard Mohr, Olivier Jornot, Michael Wendler

In einer bemerkenswerten Einschätzung für die Weltwoche äussert die frühere Aussenministerin Micheline Calmy-Rey (SP) in Bezug auf das EU-Rahmenabkommen Bedenken wegen zu raschen Handelns. Bei allem Verständnis für jene Kreise, die sich mittels Rahmenabkommen ein geordnetes Verhältnis zur EU erhoffen, warnt Calmy-Rey davor, jetzt nach Brüssel zu rennen und um jeden Preis zu unterschreiben. Denn im Inland gebe es für den Vertrag keine Mehrheit, wir sollten den Briten den Vortritt lassen – und wir Schweizer müssten zu einem internen Konsens gelangen, während wir mit der EU im konstruktiven Dialog bleiben. (mehr)

Vermutlich zu Unrecht gelten die Deutschen als tendenziell humorlos. Denn bis vor kurzem galt der Humorstandort Deutschland als Bühne für eine ganze Reihe brillanter Protagonisten. Allerdings scheint sich in letzter Zeit Unmut in der Komödiantenszene auszubreiten. Schuld ist eine grassierende humorfeindliche Beflissenheit, ein oberflächlicher Tugendkult, der für Komiker bisweilen recht gefährlich werden kann. Reinhard Mohr hat sich in der Szene umgehört, mit prominenten Künstlern gesprochen. Wir freuen uns, den früheren Spiegel-Mann als Autor wieder in der Weltwoche zu begrüssen. (mehr)

Der bislang einzig bekannte Bewerber um die Nachfolge von Bundesanwalt Michael Lauber ist der Genfer Generalstaatsanwalt Olivier Jornot. Seine schillernde Vergangenheit dürfte bei der Gerichtskommission und im Parlament noch zu reden geben. Denn nächtliche Eskapaden, eine feuchtfröhliche Autofahrt, Beziehungen zu untergebenen Staatsanwältinnen und eine (allerdings länger zurückliegende) tätliche Auseinandersetzung deuten auf ein bewegtes Vorleben hin. Die Linken dürften dem FDP-Mann mit dem Übernamen «Sheriff» eine allzu resolute Strafverfolgung vorwerfen – und seine politischen Anfänge bei den rechtspopulistischen «Vigilants» erst recht. (mehr)

Er selbst hielt sich sowieso für den Grössten, für den König des Popschlagers, und eine Zeitlang kreiste er ziemlich hoch oben am Schlagerhimmel: Michael Wendler, 48. Er war lange das Grossmaul unter den Schlagersängern, dann begann sein Stern zu schwächeln – bis zu jenem Moment, als die Liebe zur achtzehnjährigen Laura Müller etwas Musik und grosse Töne in sein Leben brachte. Die beiden wurden Internetstars, Promi-Proleten, Geld floss, Wendler kam dem Himml wieder näher. Dann sprach er plötzlich über Corona-Lügen und verlor mehr als seine Stimme. (mehr)

Globalisierung ist ein Reizwort unserer Tage. Für die einen steht sie für seelenlose Profitmaximierung, andere sehen in ihr die Abgehobenheit internationaler Eliten. Beides findet Ausdruck in der Konzernverantwortungsinitiative. Gegen diese negativen Deutungen setzt die Weltwoche einen Kontrapunkt. Wir zeigen auf, dass die Globalisierung Freihandel bedeutet und damit mehr Wohlstand für alle. Unser Spezialheft ist ein Plädoyer für den globalen Austausch von Gütern, der mehr beinhaltet als ein Wirtschaftsprojekt, nämlich das friedliche Nebeneinander aller Länder und Völker.

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