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Suzuki Swift Compact Top Hybrid 4x4

Von Japan lernen

Ein Suzuki Swift erlöst einen vom Dichtestress und ist Abbild einer faszinierenden Kultur.

Japan ist ein erstaunliches Land. Für diese Feststellung muss man nicht einmal dorthin fliegen – obwohl das mit Sicherheit eine ­aus­serordentlich faszinierende Reise wäre. Es reicht zum Beispiel, einmal in einem guten ­japanischen Restaurant ein Kaiseki-Menü zu essen oder ein japanisches Auto zu fahren. Das Kaiseki-Menü folgt strengen Regeln, von der Verwendung des Geschirrs bis zur Speisen­folge ist alles festgelegt.

Ein japanisches Auto, nehmen wir als Anschauungsmaterial den neuen Suzuki Swift, ist ebenso Abbild einer faszinierenden Kultur. Und zudem Abbild seiner Herkunft. Die ­Megacity Tokio hat fast zehn Millionen Einwohner, Raum ist ein wertvolles Gut, so dass selbst Grabstätten vertikal angelegt werden. Autos wiederum sind deshalb mit Vorteil klein, so können sie leichter auf dem wert­vollen Grund abgestellt werden. Auch Parkplätze in Quartieren werden offenbar auf Stahlkonstruktionen in die Höhe gestapelt.

Fortschrittliches Vergnügen

Mein Swift, mit dem ich gerade auf der A 1 durch den Kanton Aargau fahre, hätte wohl keine Probleme auf einem Tokioter Quartierparkplatz. Das macht ihn selbst in der Schweiz zu einem angenehmen Begleiter. Auch wenn hier deutlich weniger Menschen wohnen als in Tokio, kommt man als Autofahrer hierzulande schnell mal in einen Dichtestress. Zum ­Beispiel bei der Parkplatzsuche in Basel, Bern oder Zürich oder wenn man tagsüber auf ­einer Hauptverkehrsachse unterwegs ist. In Tokio übrigens, so berichten mir vertrauenswürdige Japanreisende, kommen trotz der ­hohen Dichte an Menschen und Fahrzeugen keine Stresssymptome auf.

Zurück auf die Schweizer Nationalstrasse: Der Suzuki ist zu meiner Entspannung mit einem Abstandsradar und einem Spurverlassens­warner ausgestattet. Er hat ein modernes Navigations- und Musiksystem, das vom Digitalradio bis «Apple Play» alles anbietet. Das ist nützlich, wenn die Fahrt wieder einmal länger dauert, weil es zu wenig Strasse für all die ­Autos gibt. Das Einzige, was dem Swift vielleicht fehlt, ist ein sechster Gang. Bei 120 km/h ist man schon ziemlich hochtourig ­unterwegs. In Japan allerdings ist die Autobahn-Höchst­geschwindigkeit auf 100 km/h begrenzt, dafür ist ein Vierzylindermotor mit 90 PS, 5-Gang-­Handschaltung, Mild-Hybrid-­System und Allradantrieb völlig ausreichend.

Im Suzuki Swift steckt auf kleinem Raum ziemlich viel Technologie, was eine sehr ­japanische Qualität ist. Immerhin wurde der Walkman von Sony (1979) oder der Game­-boy (1989) in Japan erfunden, die beiden ­Unterhaltungsgeräte haben einiges mit dem Suzuki Swift gemeinsam: fortschrittliches Vergnügen, zeitgemäss und in kompakten Ausmassen.

 

Suzuki Swift Compact Top Hybrid 4·4
Leistung: 90 PS/66 kW;
Hubraum: 1242 ccm
Höchstgeschwindigkeit: 170 km/;
Preis: Fr. 22 690.–