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Justiz-Farce: Erwin und Elisabeth Sperisen.
Bild: Anoush Abrar für die Weltwoche

Intern

Pascal Mancini, Spitzensprinter und ehemaliger Schweizer Meister über 100 Meter, muss die Europameisterschaften in Berlin vom Sofa aus verfolgen. Der Schweizer Leichtathletikverband entzog ihm nach einer beinharten Medienkampagne von Blick und NZZ die Lizenz. Die schweren Vorwürfe an den Leichtathleten: Er sei ein Nazi und ein Rassist («der braune Athlet»). Schaut man genauer hin, entpuppt sich die «Affäre Mancini» als Medienaffäre. Man könnte die mediale Berichterstattung unter den Titel stellen: «Wie bastle ich einen Rassisten?» Wie die Recherchen von Philipp Gut zeigen, stehen die Anschuldigungen nämlich auf sehr wackligen Füssen. Dem offenbar in Panik verfallenen Leichtathletikverband möchte man zurufen: «Der Sprinter gehört auf die Tartanbahn, nicht an den Schandpfahl. Lasst ihn laufen.» mehr

 

Elisabeth Sperisen arbeitet seit Anfang Juli offiziell als Sekretärin bei der guatemaltekischen Botschaft in Bern. Gemäss Recherchen der Weltwoche hatte der Staatspräsident Jimmy Morales persönlich der Ehefrau des in Genf verurteilten Erwin Sperisen diese prestigeträchtige Stelle verschafft. Guatemala stellt sich damit demonstrativ hinter den ehemaligen Polizeichef, welcher 2006 in ein Gefängnismassaker verwickelt gewesen sein soll. Als die Genfer Justiz Erwin Sperisen vor sechs Jahren verhaften liess, wollte sie im fernen Guatemala für Recht und Ordnung sorgen. Drei Mal wurde er seither verurteilt: Zuerst, weil er Häftlinge persönlich erschossen haben soll, dann, weil er sich auffällig passiv verhalten habe; gemäss dem dritten Urteil, dessen schriftliche Begründung der Weltwoche vorliegt, soll Sperisen nur noch die längst freigesprochenen Täter gedeckt haben. Was als Lehrstück geplant war, entpuppt sich definitiv als Justiz-Farce. mehr

 

Das Elite-Internat Beau Soleil im waadtländischen Villars-sur-Ollon gehört zu den teuersten der Welt. Hier kommt ein Lehrer auf vier Schüler, Exkursionen führen auf den Gipfel des Kilimandscharo, und im Musikunterricht werden internationale Starkomponisten per Video zugeschaltet. Die Tochter des angolanischen Präsidenten geht hier mit dem Saudi-Prinzen zur Schule. Wie gestaltet sich der Alltag in dieser exklusiven Welt da oben in den Bergen? Unser Internatsreport ab mehr

 

Kürzlich reiste Wirtschaftsredaktor Florian Schwab ins Silicon Valley. Sein Auftrag: einen erfolgreichen Schweizer porträtieren, der bei einer der grossen Internetfirmen tätig ist. Doch dies gestaltete sich schwieriger als gedacht. Bei Google wurde eine bereits erteilte Interviewzusage auf Geheiss der PR-Abteilung wieder zurückgezogen. In Zeiten von Datenskandalen und Kartellbussen sind die Technologiekonzerne ähnlich unnahbar wie Schweizer Privatbanken zu ihren besten Zeiten. Mit List und Tücke lernte Schwab dann doch noch einen echten Bündner Charakterkopf kennen. Und was für einen! Der Software-Programmierer Peter Thoeny war schon im Silicon Valley, als es Google und Facebook noch nicht einmal gab. mehr

 

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