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Intern

Es war im Corps diplomatique noch nie ein ­Geheimnis: Wer nicht vom EU-Beitritt unseres Landes träumt, wird bei der Schweizer Mis­sion in Brüssel schwerlich eine Stelle bekommen. Auch die vorgesetzten Diplomaten in Bern waren und sind Euro-Turbos. Bildet der neue Aussenminister erstmals eine Zäsur? Im Vorfeld des geplanten Rahmenabkommens kommt unserer Mission mitten im Brüsseler Europaviertel eine wichtige Rolle zu. Wir ­zeigen, welche Personen im Epizentrum der ­Europäischen Union unsere Interessen ver­treten sollten. Und wir fragen uns, warum sie sich damit so schwertun. mehr...

In Frankreich hat die Debatte über Sexismus, Machtspiele der Geschlechter und Feminismus eine neue Wende genommen, die sich über die Welt ausgebreitet hat. Ein Aufruf von hundert Pariserinnen in der Zeitung Le Monde gegen die hMeToo-Welle und die allgemeine Beschuldigungshysterie ist auf derartiges Echo gestossen, dass Paris plötzlich wieder zum Nabel der Welt wurde. Die enorme Wirkung hängt damit zusammen, dass der Aufruf auch die Unterschrift der Schauspielerin Catherine Deneuve trägt, deren Name und Karriere an die Zeit ­erinnert, als Paris die Hauptstadt der Kultur, Mode und Erotik war. Unser Mitarbeiter Jürg Altwegg kommt zum Schluss: Noch ist Frankreich für die Liebe nicht verloren. mehr...

Im November 2015 sorgte die Ermordung der Lehrerin Iris Koller vor ihrer Haustür in Frenkendorf BL schweizweit für Schlagzeilen. Wie sich bald herausstellte, war der mutmassliche Täter Heinz Spring schon früher im Kanton ­Solothurn wegen eines hinterhältig geplanten Doppelmordes zu einer lebenslänglichen Zucht­hausstrafe verurteilt worden. Doch «lebens­länglich» bedeutet in der Regel fünfzehn Jahre, 2011 kam Spring «auf Bewährung» frei. Im kommenden April soll er sich nun für den Mord an Iris Koller vor Gericht verantworten. Doch das Strafgericht in Muttenz BL will das Verfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchführen. Alex Baur verstand das als Aufforderung, besonders genau zu recherchieren, was unter den Teppich gekehrt werden soll. Und er wurde fündig: Der Rückfall kündigte sich über Monate an, die Warnsignale wurden registriert – trotzdem reagierte niemand. mehr...

Eine traurige Meldung erreichte uns letzte Woche: Die Fotografin Tanja Demarmels ist im Alter von erst 39 Jahren an Krebs gestorben. Demarmels hatte in den letzten Jahren regelmässig für die Weltwoche gearbeitet und mit ihren stimmungsvollen Porträtfotos immer wieder für Glanzpunkte gesorgt. So fotografierte sie zum Beispiel Schriftsteller Adolf Muschg, Nationalrat Tim Guldimann und Sprüngli-CEO Tomas Prenosil. Tanja Demarmels bleibt uns nicht nur als herausragende Fotografin mit präzisem Blick für das gute Bild in bester Erinnerung, sondern auch als lebensfrohe und engagierte Kollegin.

 

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