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Antirussische Hysterie: Präsident Putin.
Bild: Keystone

Intern

Sie ist die bekannteste Russland-Versteherin Deutschlands – und entsprechend unbeliebt bei den Mainstream-Medien, die sich nach dem Giftanschlag in Grossbritannien in eine antirussische Hysterie hineingesteigert haben: Gabriele Krone-Schmalz. Die Bestsellerautorin beobachtet die rasante Verschlechterung im Verhältnis zwischen Russland und dem Westen mit grosser Sorge. In einem Beitrag für die Weltwoche macht sie Vorschläge, wie man die Eskalationsspirale durchbrechen und die Grundlage für eine neue Russlandpolitik schaffen könnte. Dazu müsste der Westen indes seine Konfron­tationsstrategie aufgeben. Sergei Garmonin, Moskaus Botschafter in Bern, ist überzeugt, dass der Fall Skripal nur ein Vorwand war, um Russland zu diskreditieren. Im Weltwoche-Interview erklärt er die Bereitschaft des Kremls, auf den Westen zuzugehen. Aber: «It takes two to tango.» mehr

 

Beim Bahnhof in der Nähe der Weltwoche-­Redaktion wird wieder einmal ein Laden umgebaut. Vorher war für kurze Zeit ein Migros-­Kleinladen dort, jetzt soll etwas Gesünderes angesiedelt werden: ein Hitzberger-Laden, der bekömmliche und gehobene Schnellverpflegung anbietet. Moment, das ist doch auch ­Migros! Im vergangenen Jahr hat die Genossenschaft Migros Zürich die Hitzberger AG übernommen. Was ist eigentlich nicht Migros? Die zum orangen Riesen gehörende Kette Activ Fitness hat ebenfalls 2017 alle 22 Standorte der Silhouette Wellness SA übernommen, Digitec und Galaxus gehören zur Migros-Gruppe. Der Name des Konzerns begegnet einem an Konzerten oder Ausstellungen, und kürzlich wurde Migros zum fünften Mal in Serie in der jähr­lichen Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK zum renommiertesten Unternehmen der Schweiz gekürt. Alles scheint zu klappen. Wir haben die Geschäftszahlen angeschaut, es zeigt sich, dass die Gruppe schwer geworden ist. Etliches, was zusammengekauft wurde, rentiert nicht, der neue Konzernchef Fabrice Zumbrunnen muss nach dem Abtritt von Herbert Bol­liger aufräumen – in einer Zeit, in der Online-­Handel und ausländische Konkurrenten den traditionellen Handel angreifen. mehr

 

Vor sechs Jahren gab es ein politisches Donnerwetter, weil die Pensionskasse der SBB vom Bund mit 1,2 Milliarden Franken gestützt werden musste. Das Parlament gab das Geld erst frei, als zukünftige Rettungsaktionen für alle Zeiten ausgeschlossen wurden. Durch ein solches Stahlbad im Parlament wollte ein anderer Bundesbetrieb nicht gehen: Wie die Weltwoche herausfand, hat die Post immer wieder drei­stellige Millionenbeträge zur Stützung ihrer Pensionskasse verwendet, mit Duldung des Bundesrates. Auf diese Weise wurden total fast vier Milliarden Franken der öffentlichen Hand vorenthalten und für verdeckte Lohnerhöhungen bei den Pöstlern eingesetzt. mehr

 

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán gilt bei den Parlamentswahlen am Sonntag einmal mehr als Favorit. Schon jetzt ist er, nach zwölf Jahren im Amt, einer der erfahrensten Regierungschefs Europas. Sollte ihm die Wiederwahl gelingen, will er in den nächsten vier Jahren ­seine Partei verjüngen, die Beziehungen zu Deutschland verbessern und seine eigene Nachfolge vorbereiten. In der Flüchtlingspolitik will er kompromisslos bleiben. Boris Kálnoky skizziert Orbáns Zukunftspläne. mehr

 

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