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Maissen, Cattaneo Jörg Frieden, Botschafter im Unruhestand, hat eine neue Aufgabe. Wie die Weltwoche erfahren hat, soll der frühere Missionschef der Schweizer Botschaft in Nepal neuer Verwaltungsratsprä­ sident der Entwicklungsfinanzierungsgesell­ schaft des Bundes (Sifem) werden. In dieser Funktion, die mit 44000 Franken jährlich dotiert ist, löst er den 71­jährigen früheren Diplomaten und Staatssekretär Jean-Daniel Gerber ab. Die Gesellschaft gewährt langfristige Finanzierungen an kleine, mittlere und andere schnell wachsende Unternehmen in Entwick­ lungs­ und Schwellenländern. Sie wird vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) beauf­ sichtigt und ist fast eine Art Auffangeinrich­ tung für pensionierte Diplomaten und Politi­ ker. Nebst Gerber kassiert auch die frühere Zürcher Regierungsrätin Regine Aeppli (SP) als Sifem­Verwaltungsrätin etliche zehntau­ send Franken jährlich und damit ein kräftiges Zubrot zum stattlichen Ruhegehalt. (hmo) Bekim Alimi, Imam, soll diesen Donnerstag, 5.April, in Wil SG das Schweizer Bürgerrecht erhalten. Laut der muslimischen Menschen­ rechtsaktivistin Saïda Keller-Messahli pflegt Alimi regelmässige Kontakte zu offen salafisti­ schen Kreisen. So beispielsweise zum Basler Imam Bunjamin Azizi, der das Emblem der Muslimbruderschaft verbreitet, und zum radi­ kalen Prediger Ferid Selimi. Dass die kritische Einbürgerung in Wil keine hohen Wellen schlägt, wird unter anderem mit der Freund­ schaft des Imams mit Stadtpräsidentin Susanne Hartmann (CVP) erklärt, die aus diesem Grund beim Einbürgerungsentscheid in den Ausstand tritt. Widerstand gegen den Schweizer Pass für den Salafismus­Sympathisanten leisten hin­ gegen die beiden Stadtparlamentarierinnen Erika Häusermann (Grünliberale) und Ursula Egli (SVP). Es gebe «viele Hinweise darauf», dass Alimi seinen Glaubensgenossen gegenüber «eine fundamentalistische und frauenfeind­ liche Haltung vertritt», schreiben sie in einem offenen Brief an den Einbürgerungsrat. (fsc) Béatrice Wertli, Energiebündel, hat genug. Vor Ostern hat die CVP­Generalsekretärin ihren Parteioberen mitgeteilt, dass sie im Herbst ihr 14 «Krüppelnamen»: Leutenegger Oberholzer.
Bilder: Alessandro della Valle (Keystone)

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