Leserbriefe

«Sollte von Frau Sommaruga angestellt werden»: Beizer Kasinathan Kethys. Bild: Nathalie Bissig

«Ein grosses Bravo für diesen Mann, der viel gearbeitet hat, um ­dorthin zu kommen, wo er heute steht.» Barbara Simeth

Zukunft in der Schweiz

Nr. 37 – «Muesch gäng bügle, gäu?»; Andreas Kunz über die Tellerwäscherkarriere des ­Tamilen Kasinathan Kethys

Der Artikel ist eine wahre Freude. Ein grosses Bravo für diesen Mann, der viel gearbeitet hat, um das alles zu erreichen und um dorthin zu kommen, wo er heute steht. Ich finde, er sollte von Frau Sommaruga angestellt werden und in die verschiedenen Auffangzentren geschickt werden, um seinen Lebensweg zu schildern und zu zeigen, dass man in der Schweiz eine Zukunft hat, wenn man auch die Sprache lernt und sich integriert. Das Beste ist, finde ich, wenn er sagt, dass «wer Ende Monat ohne Gegenleistung Geld erhalte, werde sich nie integrieren». Barbara Simeth, per E-Mail

Unendliche Geschichte

Nr. 37 – «Ex-Spitzel Ramos jagt die Schweizer Millionen»; Philipp Gut über Ex-Bundesanwalt Roschacher

Das in Auszügen dargestellte Memorandum trägt einen Absender und eine Unterschrift, hingegen keinen Adressaten. Angesprochen wird, frei übersetzt, «wer auch immer». Für die Qualifikation wäre das Wissen darum wichtig, ob das Dokument einer offiziellen eidgenössischen Institution, einem politischen Gremium, einem Medium oder einem Berufskollegen des Herrn Manciagli in der Schweiz zugestellt worden ist. Davon dürfte dann auch abhängen, wie diese unsägliche und unendliche Geschichte im Weiteren verläuft, in deren Zusammenhang die Lauterkeit des Geri Müller auch nicht über alle Zweifel erhaben ist. Immerhin hat er als Mitglied der von Frau Meier-Schatz geleiteten GP-Subkommission keinen grossen Widerstand bekundet, als diese in Zusammenarbeit mit der zu überprüfenden Bundesanwaltschaft am Schweizer Fernsehen einen Putsch gegen Justizminister Blocher gefeiert hat. Dass sein inzwischen in den Ständerat beförderter Kollege Claude ­Janiak die vor immerhin vier Jahren von Ex-Nationalrat Hugo Fasel übernommene Auf­gabe, einen Bericht über die Vorgänge zu erstellen, offenbar noch immer nicht erfüllt hat, scheint ihn nicht sonderlich zu stören. Der Ruf nach einer PUK ist richtig. Gleichzeitig müssten allerdings die noch immer in Amt und Würden stehenden Exponenten durchleuchtet werden. Hans Christian Müller, Zürich

Ein Mann, der heiratet, ist selber schuld

Nr.  37 – «Scheiden bringt nichts»; Franziska K. Müller über die Hoffnungen von Geschiedenen

Die heutige Gerichtspraxis bei Scheidungen macht die Ehe zum Auslaufmodell. Die vorgesehene Revision des Scheidungsrechts verschärft die Situation zusätzlich. Jeder Mann, der heiratet, ist selber schuld. Vielleicht würde eine Studie zu den gesellschaftlichen Folgekosten von Scheidungen endlich einmal auch den volkswirtschaftlichen Schaden aufzeigen (Arbeitsausfälle, -unfähigkeit, Langzeittherapien für Scheidungskinder, Beistände und Vormundschaften, Negativanreize für Mehrverdienste, Steuerausfälle et cetera). Es scheint jedoch, dass man lieber Positionierungs­kämpfe der Geschlechter betreibt und dabei zukünftige Generationen opfert. Roger Müller, Zürich

Aus dem Leben zum Nachdenken

Nr. 37 – «Ausgezeichnete Behandlung»; Peter Ruch über seine Krebskrankheit

Dem Essayisten meine Gratulation; der perfekte Weltwoche-Beitrag: Zum Nachdenken ­anregend, aus dem Leben, mit klarer Meinung. Besten Dank. Thomas Engel, per E-Mail

Warum diese Strafsteuer?

Nr. 37 – «Eigenmietwert ist überfällig»; Essay von Hans Egloff

Wenn man der Logik der Versteuerung des ­Eigenmietwertes von selbst benutzten Wohnungen folgen will, dann muss auch der­jenige, der im Garten sein eigenes Gemüse produziert, dieses versteuern. Denn der ist ja gegenüber anderen, die das Gemüse kaufen müssen, bevorzugt. Vielleicht hilft dieser Vergleich beim Ausfüllen des Stimmzettels. Max Salm, Umiken

Das Beispiel des Autors mit der Versteuerung des Eigennutzens von Schuhen in seiner ­Replik auf Silvio Borners Beitrag zum Eigenmietwert trifft leider nicht ins Schwarze. Die Gegenüberstellung ist zwar durchaus aufschlussreich, aber umgekehrt wird ein Schuh draus: Erstens ist Wohneigentum im Gegensatz zu Schuhen ein Investitionsgut. Dass es auch ­einen konsumptiven Zweck erfüllt, ändert ­daran nichts, sondern liegt in der Natur der ­Sache. Zweitens ist es ja nicht so, dass nur ein Teil der Bevölkerung über Schuheigentum verfügt und der Rest seine Schuhe mietet. ­Anders als beim Wohneigentum würde die Steuergerechtigkeit also kaum leiden, wenn auf eine steuersystematisch gerechtfertigte Besteuerung von Schuheigentum verzichtet würde. Drittens sprechen wir beim Wohnen von einem etwas grösseren Posten im Haushaltsbudget als bei Schuhen, auch wenn der ­eine oder andere Ehemann diese Feststellung offen anzweifeln dürfte. Dominik Hauri, Rheinfelden

Korrigenda

In der Kolumne «Namen» (Nr. 37/12) ist uns ein Fehler unterlaufen. Der Name des erwähnten Caterers lautet korrekt Marco Pfleiderer (www.marcopfleiderer.com). Wir bitten um Entschuldigung. Die Redaktion

Leserbriefe

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