Wie Bern in Mali die Scharia förderte

Das Schweizer Aussendepartement wollte im Norden von Mali Frieden und Entwicklung bringen. ­Erreicht hat es das Gegenteil: Bern unterstützte ein «Friedensnetzwerk», dessen Chef nun Krieg führt und die Scharia in ihrer krudesten Form propagiert.

Von Kurt Pelda

Das Rauchen und Trinken haben die Islamisten in der malischen Sahara bereits verboten. Vor wenigen Tagen untersagten sie den lokalen ­Radiostationen auch das Senden westlicher Musik, denn das seien Klänge des Satans. Unverheirateten Schwangeren drohen Schläge oder die Exekution. In Aguelhok, im äussersten Nordosten, steinigten Kämpfer von Ansar Dine (arabisch für «Verteidiger des Glaubens») ein Pärchen, dessen «Verbrechen» ausserehelicher Sex war. Dieben werden die Hände abgeschnitten, und öffentlich vollzogene Prügelstrafen gehören schon fast zur Tagesordnung. Bestätigt werden ...

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Kommentare

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  • Ernst Jeker
  • 05.09.12 | 17:32 Uhr

Hr.Fluehmann, es ist mind. 6 Jahrzehnte her, als man Kindern sagte, "man wirft kein Essen weg, in Afrika hungern Kinder". Sie hungern noch heute. Es sollen sich bitte mal Entwicklungshilfe-Befürworter in die Drittweltländer bewegen und vor Ort ihr Gutmenschentum unter Beweis stellen und nicht nur immer ins Portemonnaie der Steuerzahler langen. Mit Geld kann man diesen Völkern nicht helfen, sie müssen "geschult" werden. Kein Traktor nützt diesen Völkern, wenn sie ihn nicht reparieren können. Kein Gemüse wächst, wenn es nicht bewässert werden kann u.v.m. Gelder verschwinden in den Regierungen.

  • Walter Schneider
  • 04.09.12 | 13:23 Uhr

Wenn wir seit über 40 Jahren Millionen und Milliarden nach Afrika (!) senden und es ändert sich Jahr für Jahr nichts, dann sind wir entweder a) nicht ganz bei Trost und leiden unter Wahrnehmungsstörungen, b) wir werden schlicht von vielen NGOs und Regierungsstellen angelogen und zahlen Entwicklungshilfe an solche Organisationen oder c) Das Hilfsgeld-System dient weiterhin der Kolonialisierung. Jedenfalls; etwas stimmt schon lange nicht mehr. Ich bin der Meinung, wir täten den afrikanischen Staaten einen grossen Dienst, ihre Leute und Länder endlich als Wirtschaftspartner ernst zu nehmen.

  • Frédéric-Marc Fluehmann
  • 03.09.12 | 20:25 Uhr

Wie viele Entwicklungs-Milliarden sind in den letzten 40 Jahren nach Afrika geflossen? Von Entwicklung keine Spur. Nach wie vor produziert Afrika Übervölkerung und Flüchtlinge am Laufmeter. Statt realer Entwicklung haben sich Diktaturen und radikale Organisationen wie aus dem Nichts entwickelt. Was wäre wenn man die Vergabe dieser Gelder vor das Stimmvolk bringen würde?

  • Frédéric-Marc Fluehmann
  • 03.09.12 | 11:48 Uhr

Ich hinterfrage mich immer wieder - und das teile ich wahrscheinlich mit zehntausenden von Schweizern - was die Schweiz in solchen Ländern der Welt eigentlich macht. Ich war einst sechs Jahre alt, als man mir sagte, man solle Afrika helfen. Dort seien Hunger und Krankheiten weit verbreitet. Mittlerweile sind 40 Jahre verstrichen und die Probleme sind nach wie vor die selben. Die Gründe dafür darf man ja aufgrund der politischen Korrektheit gar nicht erwähnen. Was da geschieht, ist absoluter Nonsens und ein Fass ohne Boden!

  • Ernst Jeker
  • 30.08.12 | 20:43 Uhr

Unerhört wie sich das EDA in den verschiedensten Ländern der Erde einmischt und unsere Steuergelder verschwendet. So richtig in Szene setzte sich Calmy-Rey. Die CH macht es fast den USA gleich. Die USA „hilft“ beim Aufbau z. Demokratie, aber all die Länder endeten und enden in Bürgerkriegen und werden in Schutt und Asche gelegt. Wenn auch nicht direkt beteiligt, die USA hinterlässt den Beigeschmack des Unruhestifters u. Helfershelfer Israels‘, und dabei sterben abertausende unschuldige Frauen und Kinder. Dass das EDA da mitmacht und gar dubiose „Friedensnetzwerke“ unterstützt, ist bedenklich.

  • Jürg Brechbühl
  • 30.08.12 | 19:38 Uhr

Es gibt einen Mittelabflussdruck. Aus Prestigegründen wollen wir einem internationalen Standard nacheifern, wonach 5% des BIP für Entwicklungshilfe ausgegeben werden solle. Wo ist also das Problem? Wir haben jetzt 4 Millionen weniger in diesen überquellenden Tresoren und unsere Bundesräten können sich bei der nächsten Konferenz als freigibig rühmen lassen.

  • Gilbert Hottinger
  • 30.08.12 | 01:13 Uhr

Afrika braucht keine Milliarden, hört endlich auf, Geld auf diesen Kontinent zu pumpen. Wer Afrika wirklich helfen will, darf das nicht mit Geld tun." Dieser mittlerweile schon berühmte Satz des kenianischen Ökonomen James Shikwati polarisiert und feuert die Debatte um eine sinnvolle Entwicklungspolitik für die sogenannte Dritte Welt an. Die eine Seite ist zunehmend verärgert darüber, dass 50 Jahre Entwicklungshilfe keine spürbaren Verbesserungen für die Menschen in den betroffenen Regionen gebracht haben. Geld geht an Despoten für Unterdrückung der Menschen, Waffen- & Drogenhandel, seit 50 J.

 
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