Brandstifter, Rassisten und Sadisten

Die SVP steht wegen rechtsextremer Entgleisungen von Lokalpolitikern am Pranger. Die Verwunderung der Partei über die Vorfälle ist gespielt – aber auch die Empörung ihrer politischen Gegner. Denn keine Partei ist gegen Spinner gefeit.

Von Lucien Scherrer

In der SVP sind wieder einmal Chaostage angesagt. Schuld daran sind zwei bisher unbekannte Lokalpolitiker, die im Internet hemmungslos über Muslime und Asylbewerber herzogen. Alexander Müller, ein Schulpfleger aus der Stadt Zürich, ruinierte mit dem Satz «Vielleicht brauchen wir wieder eine Kristallnacht . . . diesmal für Moscheen» seine politische und berufliche Karriere. Kaum hatte sich die SVP von Müller distanziert und ihn aus der Partei gedrängt, kam der nächste Fall ans Licht: Beat Mosimann, ein potenzieller Nationalratskandidat der SVP Solothurn, hatte auf Onlineportalen g ...

Liebe Leserin, lieber Leser

Dieser Artikel ist nur für Weltwoche-Abonnenten zugänglich: Eine einmalige Registrierung genügt 
und man hat via Emailadresse und Passwort jederzeit vollen Zugriff auf sämtliche Artikel.

  • Falls Sie ein Weltwoche-Abo haben und bereits registriert sind, melden Sie sich bitte hier an.
  • Falls Sie ein Weltwoche-Abo haben, aber noch nicht registriert sind, melden Sie bitte hier an.
  • Falls Sie noch kein Weltwoche-Abo haben und die Weltwoche jetzt abonnieren möchten, klicken Sie bitte hier.

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel zu kommentieren

  • Paul Keller
  • 11.07.12 | 11:20 Uhr

@Renato Neidhart welche Spezies kann sich in unserem Land wirklich alles erlauben? Zu hoffen ist, dass Sie noch genügend bei Verstand sind, um dümmliche Aussagen von Politikern gegenüber Äusserungen zur Aufforderung von Hass und Gewalt unterscheiden zu können. Hier sollten Sie in der Lage sein, abgesehen Ihrer politischen Gesinnung, dennoch objektiv und etwas differenzierter zu urteilen. Und abschliessend unsere "linken Medien" mit der NS-Propaganda zu versöhnen ist etwas sehr an den Haaren herbeigezogen, geschmacklos und zeigt, dass Sie nicht gewillt sind aus unserer Geschichte zu lernen...

  • Renato Neidhart
  • 10.07.12 | 15:24 Uhr

@Rainer Selk. Entschuldigt hat sich Tschäppät aber nur bei Sämi Schmid. Bei Blocher hat er wohl den Schwanz eingezogen. Typisch Tschäppät halt.

Er gehört eben zu jener Spezies in unserem Land, die sich nun wirklich alles erlauben können. Es gibt keine Sauerei, die solche Leute anstellen können, welche irgendwelche Konsequenzen hätte. Sogar die Medien kuschen (s. DOK-Zumstein und Hildebrand).

Goebbels seinerzeit musste die Presse noch mit "handfesten" Mitteln unter Kontrolle halten. Er hätte seine wahre Freude an unseren heutigen (Desinformations-) Medien.

  • Rainer Selk
  • 09.07.12 | 11:21 Uhr

Desinteresse an einem nebensächlich hochgspielten 'Zwitscher'. Lohnt sich nicht, überhaupt auf diesen Blödsinn einzugehen, sonst müssten Tschäppät + Co. alle auch an den Pressepranger. Aber der durfte sich ja für seinen 'Motherfucker' entschuldigen. Und das reicht einfach so....

Aber die Folgen des 'vermöble' Urteils sind dann noch spannend.

  • Jürg Brechbühl
  • 08.07.12 | 12:38 Uhr

Wenn bei einem solchen Thema nach einer halben Woche noch kein einziger Kommentar veröffentlicht ist, dann fragt sich männiglich, welches wohl die Meinungen seien, die der Schreiberzunft unheimlich werden.

  • Jürg Brechbühl
  • 08.07.12 | 09:38 Uhr

Alexander Müller war rechtens empört über das Basler Urteil, wonach man aus religiösen Gründen im SF Prügel gegen Ehefrauen befürworten darf. Müller hat gedanklich unsauber argumentiert. Warum stürzen sich die Journalisten auf einen solchen Tweet? Man muss sich das vor Augen halten, es war ein ***Tweet***, nicht eine 1. August Rede! a) man will der SVP an den Karren (Reflex, gäähn). b) man will Sauberkeit und Ordnung in der Schweizer Politik (Bravo!) c)Die Journalisten haben Schiss vor der Konkurrenz aus Blogs, etc., sehen ihre Felle davonschwimmen (das Kulturanthropologische Argument!).

 
|

weitere Ausgaben