Kommentar

Alles für Deutschland

Der Fluglärmstreit mit den Deutschen zeigt: Unter Völkern gibt es keine Freundschaft, nur Interessen. Die Schweiz hat dies sträflich verkannt und zahlt dafür einen hohen Preis.

Von Alex Baur

Ginge es um gutnachbarliche Beziehungen, Vernunft und Gerechtigkeit, wäre die ­Lösung simpel: 16 Prozent der Passagiere des Zürcher Flughafens sind Deutsche, also haben die Deutschen 16 Prozent des Fluglärms zu ­tragen. Würde so gerechnet, gäbe es kein Pro­blem. Gemäss den 2009 von beiden Ländern gemeinsam erhobenen offiziellen Messungen sind tagsüber im Durchschnitt 490 547 Schweizer und gerade mal 24 292 Deutsche von mehr als 45 Dezibel Anflug- und Abfluglärm betroffen. Die Deutschen tragen also nicht einmal 5 Prozent des Lärms. Setzt man die Marke auf 54 Dezi ...

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Kommentare

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  • Rainer Selk
  • 05.07.12 | 21:36 Uhr

Sorry, was erwartet man von Frau Leuhardt anderes? Auch hier ein zu erwartendes Black-out, wie in der Energiefrage? Erst wenn die Lichter mal in der Schweiz in einigen Regionen aus gehen, erwachen viele, wenn das Handy oder der PC plötzlich nicht mehr läuft oder dann vor Fluglärm nicht mehr vernehmbar ist. Ich glaube indessen nicht, dass der Kanton Zürich dieses marode Vertragswerk annehmen wird. Froide herrscht (nicht)!

 
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