Jazz

Beschwörung der verlorenen Zeit

Von Peter Rüedi

John Abercrombie ist einer der grossen Gitar­risten. Nur nimmt das, anders als im Fall seiner Kollegen Pat Metheny, Bill Frisell oder John Scofield, keiner so recht wahr. Seine Kunst ist eine des Raffinements, nicht des ­Effekts. Seit seinen Anfängen war er fasziniert von den musikalischen Innenräumen eines Jim Hall. Alles, was Abercrombie für Manfred Eichers Label ECM aufnahm (über 40 Titel, 27 unter eigenem Namen), steht im Zeichen der Subtilität, der leisen Töne, der feinen Nuancen. Es setzt eine Musik fort, wie sie sich in den späten fünfziger und frühen sechziger Jahren herausb ...

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