Blutige Wegmarke

Im Namen Gottes schlagen sich reformierte und katholische Schweizer die Köpfe ein. Der Bruderkrieg von Villmergen 1712 brachte die Eidgenossenschaft an den Rand der Auflösung. Die Spannungen hielten bis ins 20. Jahrhundert an.

Von Jürg Stüssi-Lauterburg

KorriAngriff auf Sins: Die Fünförtischen werfen die Berner am 20. Juli 1712 aus dem Dorf (Ölgemälde von Johann Franz Strickler). Bild: Franz Luginbühl (1712 – Zeitgenössische Quellen zum Zweiten Villmerger- oder Toggenburgerkrieg, Verlag Merker im Effingerhof)

Man nehme einen Fünfliber zur Hand und zähle die Sterne, welche den Rand zieren. Sie erinnern an die Alte Eidgenossenschaft der Dreizehn Orte, an ein Geflecht von freiheit­lichen und obrigkeitlichen, von aristokratischen und demokratischen Fäden. Immerhin waren die Eidgenossen republikanisch genug, den Amerikanern der Revolutionszeit als Vorbild zu dienen. Patrick Henry erklärte am 7. Juni 1788 in der Virginia Convention: «[. . .]diese tapferen Republikaner haben ihr Ansehen sowohl ihrem Todesmut wie der Klugheit ihrer genügsamen und haushälterischen Politik zu verdanken. Lasst ...

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