Verletzter Stolz der Währungshüter

Die Schweizerische Nationalbank kritisierte die Credit Suisse in ungewöhnlich harschem Ton. Dass ­deren Aktie danach stark einbrach, überraschte die SNB-Spitze, wie ihr Sprecher jetzt zugibt. Das Kommunikationsverhalten der Notenbank verwundert nicht zum ersten Mal.

Von Florian Schwab

Wer die Signale an der Orientierung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) von ­vorvergangenem Montag richtig zu deuten wusste, konnte viel Geld verdienen: In ungewöhnlich harschen Worten präsentierten ­Nationalbank-Mitarbeiter vor rund dreissig Journalisten die Befunde ihres Berichts zur ­Finanzmarktstabilität. Eine der Kernbotschaften: Die beiden schweizerischen Grossbanken UBS und CS seien, gemessen an den im Jahre 2019 in Kraft tretenden Eigenkapitalvorschriften des Regelwerks Basel III, im internationalen Durchschnitt unterkapitalisiert.

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Kommentare

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  • George Lips
  • 26.06.12 | 17:04 Uhr

Das neuerliche Bankenrating gibt der SNB nicht nur recht.Es darf sogar festgestellt werden, dass die Ratings stark verzögert daher kommen. Aber wenn man berücksichtigt dass grosse US Banken hohe Aktienanteile von Gannett besitzen, wird dies sofort verständlich.Am besten geht man davon aus, dass jede Bank heute unterkapitalisiert ist und damit gefährdet.Es gibt keine soliden Banken mehr.Wie wir wissen, können sogar solide Kantonalbanken untergehen (Genf etc.).

 
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