Pumpkapitalismus und Voodoo

Die öffentliche und die private Verschuldung waren noch nie so gross wie heute. Ist das auf Dauer ­tragbar? Wie entstehen solche gewaltigen Verschuldungen überhaupt? Und können sie je wieder ­abgebaut werden? Eine kurze Kulturgeschichte der Schulden gibt Antworten.

Von Florian Schwab

Die Welt steckt bis zum Hals in den Schulden. Zu diesem Schluss muss man kommen, wenn man die Wirtschaftsnachrichten der letzten Wochen betrachtet: Die spanischen Banken haben einen Kapitalbedarf von bis zu hundert Milliarden Euro, weil sie ungedeckte Kredite vergeben haben für Häuser, die nun leer stehen. Griechenland krebst trotz jüngstem Schuldenschnitt immer an der Grenze zur Zahlungsunfähigkeit. Apotheken in Athen ­akzeptieren deshalb nur noch Barzahlung.

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Kommentare

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  • Hilmar Brand
  • 16.06.12 | 12:09 Uhr

Vielen Dank für den Artikel!
Hoffentlich bemerkt die geneigte Leserschaft die im letzten Satz versteckte Bombe ((Hyper)-Inflation).
Es bedeutet nichts weniger, als dass man die gesparten Pensionskassengelder vergessen kann und als sparender Depp zusätzlich enteignet wird.
Nicht unerwähnt bleiben als mögliche Exit-Strategien für die Entschuldung im demokratischen Rahmen sollten drohende Währungsreform (mit Haircut; also auch Enteignung) und Krieg(e) anzetteln (USA ist eine Demokratie, oder hab ich was falsch verstanden?)
Mit "Kapitalismus" haben die weltweiten Schuldenexzesse nichts zu tun.

 
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