Fernseh-Kritik

Das SF-Trauerspiel ums Kino

Von Rico Bandle

Seit wann duzt das Schweizer Fern­sehen sein Publikum (Durchschnittsalter knapp sechzig Jahre)? Und seit wann wird man beim Schweizer Fernsehen angesprochen, als sei man ein Kleinkind? «Ich weiss nicht, wie es euch ergeht, aber ich bin wahnsinnig gespannt auf den neuen zweiten Schweizer ‹Tatort›», sagt der ­jugendliche Moderator der Kinosendung «Box Office». Jawohl, er hat tatsächlich «euch» gesagt. Und überhaupt: Wen interessiert, ob dieser Moderator «wahnsinnig gespannt» auf den «Tatort» ist?

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Kommentare

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  • Tom Fürst
  • 24.05.12 | 16:17 Uhr

Muss Rico Bandle voll und ganz recht geben. Schalten Sie einmal um 16.30 Uhr den ersten Kanal des Schweizer Fernsehens ein. Zuerst kommt die Jugendsendung MyZambo, gefolgt vom Guetnachtgschichtli und dann kann man sich noch rätoromanisch vergnügen. Fernsehen für Minderheiten und einfach kein Konzept dahinter. Auf ARD und ZDF laufen derweilen Soaps, eigene Serien, Peoplemagazine, Sport- und Informationssendungen. Da zappt jeder weg und kommt nicht mehr. Quote lässt grüssen, aber die ist ja nicht wichtig...

 
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