Demokratie

Hitler wurde nicht vom Volk gewählt

Die Gegner der direkten Demokratie behaupten: Auch Deutschlands Diktator Adolf Hitler sei mit einer demokratischen Mehrheit gewählt worden. Falsch: Hitler wurde von einer kleinen politischen Elite an die Macht gehievt.

Von Roger Köppel

Die Verlierer der Minarett-Initiative reiten weitere Angriffe gegen die direkte Demokratie. Die Argumente variieren, das Ziel bleibt sich gleich: Der Einfluss des Volks bei Volksentscheiden soll zurückgedrängt, die Macht der politischen Klasse verstärkt werden. Letzte Woche behauptete die Basler SP-Ständerätin Anita Fetz, frühere Kommunistin der demokratiefeindlichen Poch: «Demokratie hört auf, wenn sie rechtsstaatliche Grenzen verletzt. Hitler wurde auch mit einer demokratischen Mehrheit gewählt.» Ins gleiche Horn stiess der salonliberale Feuilletonchef der Neuen Zürcher Zeitung, M ...

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Kommentare

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  • Gudrun-Maria Schaller
  • 31.12.2009 | 19:46 Uhr

Als Deutsche schreibe ich Ihnen,die direkte Demokratie ist ein so hoher Wert,den zu besitzen sich das schweizer Volk von keiner seiner Regierungen
beschädigen lassen darf.Die vermeintliche politische Oberklasse läßt sich von Strömungen aus allen möglichen Richtungen leiten und verleiten.
Das Volk ist bodenständig und weiss aus sicherem Gefühl was es möchte und was nicht.
Wir Deutschen werden nicht direkt gefragt,weil man uns die hitlerschen
Greueltaten immer noch als vom Volk so gewollt und dann nur bekommen, vorhält.
Danke für die Klarstellung in Ihrer Zeitung!
G.S. weibl.65J.

  • Jörn Knie
  • 25.12.2009 | 21:06 Uhr

Das erschreckenste ist, dass durch Anita Fetz die Demokratie als ganzes in Frage gestellt wird. Neben der falschen Behauptung greift sie zudem nicht nur die direkte Demokratie sondern die demokratischen Wahlen gesamtheitlich an. Frau Anita Fetz muss deshalb eigentlich folgerichtig als eine Person betrachtet werden, die für die Abschaffung der Demokratie steht.

Diese Frau kann es zudem nicht leiden, wenn man ihren Veranstaltungen fernbleibt. Deshalb wurde die Belegschaft eines Betriebes gerügt (umfangreiches Fernbleiben)! Sehr unsympatisch, besonders wenn das der erste Eindruck ist!

  • Christine Joos
  • 22.12.2009 | 20:10 Uhr

Dann kennst Du wohl auch den famosen Bruce Forsyth, Rainer, mit seinem noch famoseren "Didn't she do well?!" (und mit dem "she" bin diesmal ich gemeint ;-) )

Ich lebe seit Jahrzehnten mit einem verkappten John Cleese zusammen und gebe Dir mit dem Britishen Humor natürlich recht. Für Monty Python muss man sogar eigens, eben british ;-), disponiert sein, sonst entgeht einem nämlich alles. Schön, dass Du sie auch schätzt(st?).

Gruss.

  • Rainer Selk
  • 22.12.2009 | 09:47 Uhr

Chrstine Joos
Nei aber au. Der dort gezeigte 'Silly Walk' John Cleese ist:
Filmproduzent, bekannt als Mitglied der Kommödiantentruppe von Monty Python, gnitter, gnitter, tz, tz.
Also, Liebe Frau Joos, die CH Regierung ist zwar in manchem 'kommödiant', aber auf dem Nievau von Monty Python noch nicht ganz angekommen. Andererseits: ein wenig englischer Humor täte uns sehr gut, jedoch klar und unmissverständlich wenn es um unsere mehr als hart erkämpften CH Werte geht, die wir weiterentwickeln und nicht brüsseler Scheintoleranz, Geldverschwendung und Quasseldikat opfern sollten.

  • Christine Joos
  • 21.12.2009 | 20:21 Uhr

CH Club der Fussgänger gegen den Stechschritt.

Nachdem die Engländer bereits ein Ministerium für alberne Gänge haben, wird's nicht mehr lange dauern, Rainer, bis auch wir eines haben:

http://en.wikipedia.org/wiki/File:Ministry_of_Silly_Walks.jpg

  • Rainer Selk
  • 20.12.2009 | 09:48 Uhr

Irgendwie ist das Thema absurd, denn ob / wie Hitler gewählt worden ist, interessiert doch nur, weil Kreis + Co. sich verdrehend die 'Freiheit' nehmen, wieder einmal die Keule der 'mentalen Dauerhaft' zu schwingen. Wo waren eigentlich jene Leute (Club Helvetique) und Ihre Familien zur damaligen Zeit und was haben die gegen NSDAP usw. gemacht? Es fehlt eigentlich nur noch der CH Club der Fussgänger, der sich heute gegen den Stechschritt im 3. Reich aufplustert. Wir müssen uns heute gegen andere Gefahren, z. B. Brüssels schleichende Diktatur wehren. Vom C.Helvt. dagegen kein Wort darüber!!

  • Reinhart R. Fischer
  • 19.12.2009 | 12:51 Uhr

@ Frédéric Rey
…und selbst so, gegen Meinungsterror, waren 66 % des Volks, zu denen die Eliten grossmehrheitlich nicht gehörten, gegen die Nazis. Die Eliten strömten der NSDAP zu. Eine grosse Mehrheit der Ärzte, Anwälte, Richter, Philosophen, Philologen und freien Berufe. waren Parteimitglieder.

  • Frédéric Rey
  • 17.12.2009 | 11:28 Uhr

Zitat: "In den letzten wirklich freien Wahlen [Nov. 1932] der Weimarer Republik stellten sich mehr als 66 Prozent aller Deutschen gegen Hitler"

Es scheint fragwürdig, ob die Wahlen 1932 überhaupt noch als frei gelten können, Hitlers Miliztruppen bedrängten die Massen schon damals zunehmend mit Drohung und Gewalt, ähnlich wie Mussolinis Fasci zur gleichen Zeit. Von freien Wahlen in der Weimarer Republik der 30er Jahren kann keine Rede sein, 1932 nicht und 1933 schon gar nicht

  • Sergio Frei
  • 17.12.2009 | 08:41 Uhr

übertragen heisst dass, trotz anderer zeiten, direkte wahlen der bundesräte. denn diese sind der risikofaktor und mit kontinuierlichen fehlleistungen untermauern sie den wunsch.
das volk war schon immer willig und fähig, denn ein grundinstinkt , scheint, wenigstens den mehrheitsentscheid zu tolerieren. eines der rezepte gegen die demokratie (auch in der vergangenheit) der nicht- und schlechtgewählten war immer den minderheitenschutz und die unterdrückten schützen zu wollen. als aushänger nun vewirkt = diskreditiert. dank unfähiger,schwacher politik, ursache der meisten umstürze.

 
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