Schweiz

«Wie in einer Günstlingswirtschaft»

Der Zustand der Bundeskriminalpolizei ist desolat. Ihr Betriebsklima ist geprägt von Misstrauen und Frustration, Beziehungsfilz und Intrigen. Eine Mitarbeiter-Umfrage beweist: Der Chef hat sogar das Vertrauen seiner eigenen Leute verloren.

Von Daniel Ammann

Es war anlässlich der Jahrestagung der Bundeskriminalpolizei im Herbst 2006. Rund 400 Beamte kamen im landwirtschaftlichen Tagungszentrum Inforama in Zollikofen bei Bern zusammen. Kurt Blöchlinger, der Chef der Behörde, begrüsste seine Untergebenen auf besondere Art. Er spielte auf einer Playstation ein Autorennen, das auf die Leinwand projiziert wurde. «Wir fahren in der Formel 1», rief Blöchlinger sinngemäss in den Saal, «wir sind spitze.» Dann forderte er einen Mitarbeiter heraus, der im Computerspiel gegen ihn antreten musste. «Es war so peinlich», erinnert sich eine Teilnehmer ...

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Kommentare

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  • HenryVIII
  • 30.04.2009 | 10:27 Uhr

Ich komme langsam - nolens volens - zur Ueberzeugung, dass nur noch eine Radikalkur diese unsäglichen "Berner Missstände" beheben kann: Den gesamten Berner Apparat nach Zürich oder in die Ostschweiz oder Irgendwohin zügeln und das gesamte Personal entlassen und Neues einstellen.

  • mediabuehler
  • 30.04.2009 | 08:45 Uhr

Gewaltentrennung ! Dass ich nicht lache. Der Filz in Bern ist so gross, dass wir bald in die Nähe des Beamtenfilzes von Bananenrepubliken kommen. Bei einer Justizministerin die von sich selber annimmt, dass sie von den Schweizern als Frau des Jahres gewählt worden ist, kann man auch nicht mehr erwarten.

  • kurtkoblet
  • 30.04.2009 | 08:08 Uhr

einer der mitschuldigen ist ja nun weg, und da wird man sich hüten etwas zu verändern....obwohl jetzt sogar die grosse schlumpf am "ruder" ist.
gem. obigen bericht müsste die belegschaft auf ein viertel mindestens reduziert werden...und dass beim bund ? unmöglich! was gegeben kann nicht genommen werden. zur not wird halt doppelschicht geschoben und jeder und alles angeschwärzt um einen neuen "holenweger" fall zu belegen.
suppppper institution. danke bern.

 
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