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07.07.2010, Ausgabe 27/10

Behörden

Richter schützen träge Beamte

Der Bund vergab einen Millionenauftrag ohne Wettbewerb an Microsoft. Die Konkurrenz blitzte vor Gericht ab. Das Urteil fördert die Verschwendung von Steuergeldern.

Von Daniel Glaus

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Vor über einem Jahr erteilte das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) Microsoft einen Auftrag über 42 Millionen Franken: Lizenzen, Programme, Wartung und Unterstützung für die knapp 40 000 Computerarbeitsplätze der Bundesverwaltung. Die Vergabe erfolgte «freihändig». Keine andere Firma hatte die Gelegenheit, ein Angebot zu machen.

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Erschienen in der Weltwoche Ausgabe 35/10
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Kommentare

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Rainer Selk     12.07.10 12:13    

Werner Widmer 12.07.10 08:05
Hier schreiben Unwissende. Lieber W.Widmer, da liegen Sie m. E. voll daneben. Lesen Sie das Urteil und die Begründung. In diesem Fall müssen also die Umstände nicht 'Ergänzung oder Reparatur' gewesen sein.

Werner Widmer     12.07.10 08:05    

Hier schreiben Unwissende.
Wenn ein Werk ergänzt, repariert werden muss, muss keine Ausschreibung nach WTO gemacht werden.
Wenn es neu ist, dann ist es zwingend.
Microsoft kann nur Microsoft ergänzen. Die haben ihr Geschäftmodel so aufgebut und jeder "Erfinder" möchte es auch so machen.
1995 hat sich der Konsument verweigert und IBM OS/2 nicht angenommen. Und dann ist es wie bei den bestaunten Music Stars und Filmheld. Copyrights. Geldmaschine bis in alle Ewigkeit. die Beatels verdienen immer noch und keiner regt sich auf.

Rainer Selk     10.07.10 12:23    

Marius Taube 09.07.10 15:31
WAS die Richter zu ihrem Entscheid getrieben hat, vermögen nur jene selbst zu sagen. Völlig klar ist indessen, dass der Entscheid bar jeder Logik dem Gedanken des öffentlichen Beschaffungswesens diametral entgegen läuft.
Es ist klar, dass sich nun alle auf den Entscheid stürzen + auch nicht mehr ausschreiben. Am Ende machen die Bedarfsträger was sie wollen. Andererseits ist das bei IT von der Einheit der Materie her auch nicht ganz vermeidbar. Die Tendenz geht in Richtung Vergaben an Arbeitsgemeinschaften + die grossen der Industrie mit absehb. Kostenexplosion.

Marius Taube     09.07.10 15:31    

Richter schuetzen manchmal auch Verbrecher und Betrueger. Von solchen Faellen erfahren wir ja hin und wieder, auch aus der WeWo. Warum sollten also Richter nicht auch traege Beamte schuetzen ?

Rainer Selk     08.07.10 17:00    

Um Submissionen n. BöB / iVöB (Ausfluss der GATT/WTO Abst. ca. 1996) zu ändern, bedürfte es wiederum langer jurist. Vernehmlassungen. Der Einkäuferverband hat das 'verschlafen'.
Aus meiner langen Erfahrung nach 100 derten Ausschreibungen: Submiss. führen zumeist zu Marktverzerrungen + werden neuderdings missbraucht, um idiotische (anders kann man das nicht bezeichnen) Sonderwünsche und Hürden, auch in Sachen Administration aufzubauen. Viele mittlere Unternehmungen bieten nicht mehr an, weil der Aufwand haarsträubend ist. Beschaffungs-Nachhaltigkeit? Nein! Geldverschleuderung!

frank müller     08.07.10 09:20    

herr glaus, bitte besser recherchieren: die swisscom ist vom BöB ausgenommen und kann immer freihändig beschaffen.

Hanspeter Bühler     08.07.10 08:51    

Sie sind doch alle im selben Boot. Wenn ich das schon höre: Politiker wollen gegen richterliche Amigo-Urteile vorgehen. Nur weil die Weltwoche solche Missstände überhaupt auf den Tisch bringt, tun sie für die Trbüne so wie wenn sie sich gegen absolut übliche richterliche Willkür zur Wehr setzen würden. Wetten, dass rein gar nichts verändert wird?

Rainer Selk     08.07.10 08:34    

Jetzt haben wir es schwarz auf weiss, dass die Submissionswerke nur für die 'Einten' gelten. Die Begründung des Gericht ist schlicht hanebüchen. Allerdings waren Ausschreibungen von IT Leistungen schon immer problematisch. Dennoch, die von Juristen 'ersonnenen' Vergabewerke blockieren zunehmend sich selbst.
Kurz: wenn sie schon nicht massiv verschlankt werden, sollten sie abgeschafft werden.
Aber: ohne eine integrierte durchgreifende + beauftragte messbare Beschaffunsorganisation würde das ganze dann vollends ins gefährlich Blödsinnige abrutschen. Kostenkontrolle adieu!

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